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10.09.2012

Angriffsplan vorhanden

Taliban drohen mit der Tötung von Prinz Harry

Prinz Harry mit Kameraden im Afghanistan-Einsatz

Prinz Harry mit Kameraden im Afghanistan-Einsatz (© Reuters)

Die radikalislamischen Taliban haben damit gedroht, Prinz Harry während seines Afghanistan-Einsatzes zu töten. "Wir wollen ihn nicht entführen, sondern wir werden ihn töten", sagte Taliban-Sprecher Zabihullah Mujahid am Montag in einem Telefonat der Nachrichtenagentur AFP.

Die Taliban hätten einen "bedeutenden Plan" ausgearbeitet, um den Sohn des britischen Thronfolgers in der afghanischen Unruheprovinz Helmand anzugreifen und umzubringen. "Wer immer in unserem Land kämpft, ist unser Feind, und wir werden alles tun, um ihn zu töten", sagte der Taliban-Sprecher.


+++ Prinz Harry: Afghanistan statt Nackt-Partys +++

Vier Jahre nach seinem letzten Kampfeinsatz in Afghanistan war Prinz Harry am Freitag überraschend in der besonders gefährlichen Provinz Helmand eingetroffen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in London soll der 27-Jährige dort vier Monate als Hubschrauberpilot eingesetzt werden.

Aufenthaltsort verraten
Anfang 2008 war die Nummer drei der britischen Thronfolge eilig aus Afghanistan abgezogen worden, nachdem Journalisten trotz einer Nachrichtensperre den Aufenthaltsort des Prinzen preisgegeben hatten. Das Verteidigungsministerium befürchtete damals vermehrte Anschläge auf britische Truppen oder eine Entführung des Prinzen.

+++ Nackt-Fotos von Party-Prinz Harry +++

Diesmal schlug die Armee einen völlig anderen Kurs ein. Sie teilte nicht nur den Einsatzort von Harry mit, sondern veröffentlichte gleich noch Fotos und ein Video von seinem ersten Tag in Afghanistan.

USA übergaben Gefängnis
Nach monatelangem Streit übernahmen die afghanischen Sicherheitsbehörden offiziell die Kontrolle über das umstrittene US-Militärgefängnis Bagram. Die meisten der mehr als 3.000 überwiegend afghanischen Gefangenen - darunter Taliban-Kämpfer und Terror-Verdächtige - befanden sich bereits unter afghanischer Kontrolle.

Allerdings gab es weiter Unstimmigkeiten zwischen Kabul und Washington über etwa 50 ausländische, zum größten Teil pakistanische Gefangene sowie rund 600 Afghanen, die nach dem 9. März inhaftiert wurden. Die USA wollen diese zunächst in ihrem Gewahrsam behalten.

Bei einem Selbstmord-Anschlag starben am Montag im Norden Afghanistans mehr als 20 Menschen. Der Attentäter habe sich bei einer Demonstration in Kunduz in die Luft gesprengt, sagte der im Zentralkrankenhaus von Kunduz tätige Arzt Shir Jan. Laut einer Zählung des Krankenhauses seien 21 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien sowohl Polizisten als auch Zivilisten.

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