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12.09.2012

Tiere und Pflanzen

Das sind die 100 am bedrohtesten Arten der Welt

Das Zwergfaultier zählt zu den gefährdeten Arten.

Das Zwergfaultier zählt zu den gefährdeten Arten. (© DPA)

Das Tarzan-Chamäleon, der Kalifornische Schweinswal und das Zwergfaultier könnten bald aussterben, warnen Wissenschafter: Die Weltnaturschutzunion (IUCN) hat am Dienstag auf ihrem Kongress auf der südkoreanischen Insel Cheju eine Liste mit den 100 am stärksten bedrohten Arten veröffentlicht. Die IUCN (Genf) ist das weltweit größte Netzwerk staatlicher und nichtstaatlicher Umweltorganisationen.

"Alle aufgelisteten Spezies sind einzigartig und nicht zu ersetzen. Wenn sie verschwinden, kann sie kein Geld mehr wiederbringen", kommentierte die Mitverfasserin der Liste, Ellen Butcher von der Zoologischen Gesellschaft von London (ZSL). Zwergfaultiere etwa sind ausschließlich auf einer kleinen Insel vor der Küste Panamas beheimatet. Erst vor zwei Jahren hatten Forscher von der Entdeckung einer neuen Chamäleonart berichtet, die sie nach dem Fantasie-Dschungelhelden Tarzan benannten. Das Tier lebt in den Regenwäldern Madagaskars. Auf der Liste der am stärksten vom Aussterben bedrohten Arten stehen auch das Saola-Wildrind, das Java-Nashorn, der Zagros-Molch sowie Pflanzen und Pilze.

Hier gibts die komplette Liste der 100 bedrohtesten Arten

Der WWF bewertete die IUCN-Liste als äußerst alarmierend. "Die 100 Arten auf dieser Liste sind nur die Spitze des Eisbergs und symptomatisch für das globale, menschenverursachte Massenaussterben, das derzeit auf der Erde wütet", warnte Volker Homes, Leiter Artenschutz beim WWF Deutschland. Neueste Erhebungen würden davon ausgehen, dass die durch den Menschen verursachte Rate des Aussterbens um den Faktor 100 bis 1.000 über dem natürlichen Wert liege. Die Ursachen seien ungebremste Lebensraumzerstörung, Klimawandel, Wilderei, die Einführung invasiver Arten in sensible Ökosysteme und die Übernutzung durch den Menschen.

Um den akut bedrohten Arten das Überleben zu sichern, brauche es mehr spezifische Sofortprogramme, forderte Homes. Die Ausweisung von Schutzgebieten allein genüge in vielen Fällen längst nicht mehr.

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