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13.09.2012

Nach Libyen ist Jemen dran

Demonstranten stürmten nächste US-Botschaft

JEMEN US-Botschaft

Nach Lybien und Ägypten haben Demonstranten nun auch im Jemen die USA im Visier. (© EPA)

Demonstranten haben die US-Botschaft in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gestürmt. Die Polizei habe Warnschüsse abgegeben, um die Menschenmenge zu vertreiben. 

+++ Nach Tod eines US-Botschafter Sicherheit erhöht +++

Die Demonstranten drangen auf das Gelände vor und setzten dort mehrere Fahrzeuge in Brand. Lokale Medien berichteten, es habe Verletzte gegeben, als die Wachleute die Protestierenden zurückdrängten. Die aufgebrachten Menschen sind durch das Haupttor der an sich schwer bewachten Botschaft gebrochen haben "Oh Prophet! Oh Mohammed" gerufen.

Seit Dienstag gibt es in zahlreichen Ländern Proteste gegen einen US-Film, in dem der Prophet Mohammed verunglimpft wird, dabei kam es in Libyen und Ägypten zu blutigen Ausschreitungen.
Jemen US-Botschaft

Die Demonstranten sind wild entschlossen. (© EPA)


Nach dem tödlichen Angriff auf das US-Konsulat in Bengasi drängte US-Präsident Barack Obama noch vor der neuerlichen Eskalation auf eine rasche Bestrafung der Täter. In einem Telefonat mit dem Präsidenten der libyschen Nationalversammlung, Mohammed Magarief, vereinbarte Obama eine enge Zusammenarbeit bei den Ermittlungen.

"Keine Rechtfertigung für Gewalt"
Obama habe deutlich gemacht, dass alles Erforderliche getan werden müsse, um die für den Angriff Verantwortlichen ausfindig zu machen und zur Rechenschaft zu ziehen. Am Dienstagabend hatten Bewaffnete das US-Konsulat in Benghazi angegriffen. Dabei wurden der US-Botschafter und drei weitere Botschaftsangehörige getötet.

Ihm vorausgegangen waren Tumulte von Demonstranten vor der US-Botschaft in Kairo, ausgelöst durch einen in den USA hergestellten Schmäh-Film über den Propheten Mohammed. Dazu telefonierte Obama nach Angaben seines Hauses mit dem ägyptischen Amtskollegen Mohammed Mursi. Obama habe von Ägypten eine Zusammenarbeit beim Schutz der US-Diplomaten gefordert.

"Der Präsident sagte, dass er Versuche, den Islam zu verunglimpfen, ablehnt, aber unterstrich zugleich, dass es niemals eine Rechtfertigung für Gewalt gegen Unschuldige gibt und auch nicht für Akte, die amerikanische Mitarbeiter und Einrichtungen in Gefahr bringen."

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1 Kommentar von unseren Lesern

0

christian196... (622)
13.09.2012 13:07

Rechtfertigung für Gewalt
Ich stimme Obama zu, wenn er findet, die Verunglimpfung des Islam sein keine Rechtfertigung für Gewalt, aber zugleich finde ich es doch sehr seltsam, dass ausgerechnet in einem Land, in dem ich verklagt werde, weil beim Mikrowellenherd nicht angeführt ist dass ich meine Katze darin nicht trocknen könne so wie in meinem alten Backrohr, die Beleidigung einer Religionsgemeinschaft so ohne weiteres möglich ist.

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