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16.09.2012
Tunesien und Sudan
USA ziehen Diplomaten aus Nordafrika ab
In Teilen der islamischen Welt wurde der Hass gegen die USA wieder geschürt. (© EPA)
+++ Macher von Mohammed-Video in den USA verhört +++
US-Bürgern wurde davon abgeraten, sich in Tunesien und Sudan aufzuhalten, da es in beiden Ländern bei Protesten zu Toten und Verletzten gekommen ist. Aufgebrachte Mengen hatten versucht, in die US-Botschaften einzudringen. In Khartum starben drei Menschen, als man die US-Botschaft stürmen wollte. Washington warf der sudanesischen Regierung vor, die diplomatische Vertretung nicht ausreichend zu schützen. Daher schickte das Pentagon Marineinfanteristen ins Land. In Tunis kamen vier Menschen bei Angriffen auf die US-Botschaft ums Leben. Im libyschen Benghazi waren vier US-Amerikaner, darunter Botschafter Christopher Stevens, beim Sturm aufs US-Konsulat ums Leben gekommen.
Anlass für die Erregung in der islamischen Welt ist ein in den USA produzierter Film, in dem Glaubensgründer Mohammed als Kinderschänder und Frauenheld dargestellt wird. Der Film mit dem Titel "The Innocence of Muslims" wurde bisherigen Erkenntnissen zufolge von einem bei Los Angeles lebenden koptischen Christen hergestellt.
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