Frankreich provoziert weiter Welt

Neue Karikaturen: Mohammed nackt und als Jude

Neue Karikaturen: Mohammed nackt und als Jude

Am Cover des Magazins: "Ziemlich beste Freunde 2" ("Intouchables 2"): Ein orthodoxer Jude schiebt einen bärtigen Muslim im Rollstuhl vor sich her. (© )

Charlie Hebdo
Am Cover des Magazins: "Ziemlich beste Freunde 2" ("Intouchables 2"): Ein orthodoxer Jude schiebt einen bärtigen Muslim im Rollstuhl vor sich her.
Der Prophet nackt, als Jude oder Unruhestifter: Die neuen Mohammed-Karikaturen in dem französischen Satiremagazin "Charlie Hebdo" gehen mindestens an die Grenze der Geschmacklosigkeit und bergen reichlich Provokationspotenzial. Frankreich schließt jetzt seine Botschaften in 20 Ländern.

+++ Video, Karikaturen: Meinungsfreiheit mit Grenzen? +++

In einer der Zeichnungen ist der Hauptdarsteller des umstrittenen Mohammed-Videos aus den USA mit einem Schweinekopf in der Hand zu sehen. Er fragt den Filmemacher, ob er sich sicher sei, dass der Prophet mit so etwas Sex gehabt habe. Das Schwein gilt in der islamischen Welt als unrein. Eine andere Karikatur trägt die Überschrift "Mohammed: Ein Stern ist geboren." Sie zeigt den Propheten nackt in Gebetshaltung mit hoch aufgerecktem Hintern. Darüber hat der Zeichner einen großen gelben Stern gesetzt.

"Ziemlich beste Freunde 2"
In der Karikatur auf der Titelseite schiebt ein orthodoxer Jude einen bärtigen Muslim im Rollstuhl vor sich her. "Ziemlich beste Freunde 2" (frz.: "Intouchables 2") ist sie in Anspielung auf den gleichnamigen Kinofilm überschrieben. In dem Streifen geht es um die Freundschaft zwischen einem reichen Franzosen im Rollstuhl und seinem schwarzen Chauffeur. In einer Sprechblase steht: "Da gibt es gar nichts zu spotten."

Frankreich schließt Botschaften
Aus Angst vor gewaltsamen Angriffen werden am Freitag die französischen Botschaften und Schulen in rund 20 Ländern geschlossen. Das teilte das Außenministerium in Paris am Mittwoch mit. Befürchtet werden offenbar Ausschreitungen nach den Freitagsgebeten in muslimischen Ländern.

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius sagte am Mittwoch dem Sender France Info, es sei nicht „intelligent“, zum jetzigen Zeitpunkt „Öl ins Feuer zu gießen“.



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