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25.09.2012

Enkel (5) ertränkt

Deutsche Killer-Oma entgeht knapp US-Todesstrafe

Marianne Bordt aus Nufringen (Deutschland) sitzt seit 2010 in den USA im Gefängnis

Marianne Bordt aus Nufringen (Deutschland) sitzt seit 2010 in den USA im Gefängnis (© Leon County Sheriff's Office/APA)

Die Deutsche Marianne Bordt (73) ertränkte ihren Enkel Camden (5). Sie wollte ihn davor bewahren, ein Scheidungskind zu sein, so Großvater Heinz. Deshalb drohte der 73-Jährigen die Todesstrafe. Nun kommt die Pensionistin aus Baden-Württemberg mit einer langen Haftstrafe davon. Am Montag (Ortszeit) verurteilte eine Richterin die Frau wegen Totschlags zu 21 Jahren und sechs Monaten Gefängnis.

Auf dieses Strafmaß hätten sich die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung wenige Wochen vor dem offiziellen Prozessbeginn in Florida geeinigt, berichtete die Lokalzeitung Apalachicola Times. Bis dahin hatte die Anklagebehörde die Hinrichtung der Pensionistin verlangt.

Zu Weihnachten 2010 nahmen die Großeltern ihren Enkelsohn auf eine einwöchige Urlaubsreise mit, von der er nicht mehr zurückkommen sollte. In St. George Island in Florida ertränkte sie den 5-jährigen Camden in der Badewanne, während ihr Ehemann Heinz kurz einkaufen war.

Rettung vor Schicksal "Scheidungskind"
Die Richterin habe es als erwiesen angesehen, dass Bordt ihren in Amerika geborenen Enkelsohn Camden im Januar 2010 im Ferienort St. George Island umbrachte, weil der damals Fünfjährige nicht als Kind geschiedener Eltern aufwachsen sollte. Dieses Tatmotiv hatte ihr Ehemann in seiner Zeugenaussage genannt.

Killer ist dement und depressiv
Die Verteidigung machte eine mangelnde Zurechnungsfähigkeit der Pensionistin geltend. Sie leide an Demenz und Depressionen und habe zur Tatzeit Wahnvorstellungen gehabt. Zwischenzeitlich galt sie auch als nicht verhandlungsfähig.

APA/red.

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