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25.09.2012

Zeit "nicht unbegrenzt"

Obama drohte Iran wegen Atomprogramm

Barack Obama

US-Präsident Obama hat nicht mehr lange Geduld mit dem Iran. (© Reuters)

In einer mit Spannung erwarteten 15-minütigen Rede verurteilte US-Präsident Barack Obama die jüngste Welle der Gewalt in Nahost, bei denen außer Stevens drei weitere Mitarbeiter getötet wurden. Und er drohte dem Iran wegen dessen Atomprogramm.

+++ Spindelegger bei UNO verwechselt +++


Das islamfeindliche Video aus den USA sei keine Begründung für derartige antiamerikanische und antiwestliche Ausschreitungen. "Es gibt keine Worte, die die Tötung Unschuldiger entschuldigen", sagte Obama. "Es gibt kein Video, das einen Angriff auf eine Botschaft rechtfertigt."

Drohung an Iran
In Richtung Iran äußert Obama eine scharfe Warnung. Die Zeit für eine diplomatische Lösung "ist nicht unbegrenzt". Die USA würden das Notwendige tun, um Teheran daran zu hindern, Atomwaffen zu erlangen, sagt der US-Präsident. Er wirft Teheran auch vor, Syrien mit Waffen zu unterstützen.

Zwar meint Obama, "noch gibt es Zeit und Raum" für eine Lösung. Er betont allerdings erneut, die Weltgemeinschaft werde Teheran zur Verantwortung ziehen. Die USA "werden tun, was wir tun müssen, um den Iran daran zu hindern, nukleare Waffen zu bekommen".

Irans Präsident Mahmoud Ahmadinejad wird am Mittwoch erwartet. Am zweiten Tag der Generaldebatte, also am Mittwoch, stechen die vorerst letzte Rede von Ahmadinejad, der in den vergangenen Jahren immer wieder mit antisemitischen und antiwestlichen Ausfällen für Eklats gesorgt hatte, und die erste Rede des ägyptischen Präsidenten Mohammed Mursi hervor.

Harte Worte gegen Syrien
Angesichts des Bürgerkriegs in Syrien hat Obama vor der UN-Vollversammlung ein hartes Vorgehen gegen die Führung in Damaskus verlangt. Syriens Präsident Bashar al-Assad müsse "Sanktionen und Konsequenzen" spüren, sagte Obama. "Die Zukunft darf nicht einem Diktator gehören, der sein eigenes Volk ermordet."

Seit Beginn des Aufstandes gegen Assad im März 2011 sind nach Oppositionsangaben fast 30.000 Menschen getötet worden, darunter viele Zivilisten.

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