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26.09.2012
Betreuerin mit Messer getötet
Mord! Arbeitsloser lief im Jobcenter Amok
in Neuss, Deutschland, läuft ein Arbeitsloser Amok und tötet seine Betreuerin. (© Henning Kaiser (DPA))
Nach Angaben der Polizei erlitt die Düsseldorferin Stichverletzungen. Obwohl die Ärzte notoperierten, starb die Frau am Vormittag. Der Tatverdächtige wurde in der Nähe des Tatorts festgenommen. Zeugen hatten den Mann der Polizei beschrieben. Bei dem 52-Jährigen handelt es sich um einen dreifachen Vater, der mit seiner Familie in Neuss wohnt.
Täter und Opfer waren alleine im Zimmer
Das Tatmotiv ist derzeit noch unklar. Das Opfer war die Sachbearbeiterin des mutmaßlichen Täters, der am so genannten 50-plus-Programm für ältere Arbeitslose teilnahm. Der Mann sei ohne Termin ins Jobcenter gekommen, sagte Staatsanwältin Britta Zur. "Wir wissen, dass Täter und Opfer alleine im Zimmer waren. Das bedeutet, dass wir keine unmittelbaren Zeugen haben."
Der Mann hat also im Büro der Frau zugestochen. Es gebe laut Exekutive keine Indizien, dass sich mutmaßlicher Täter und Opfer privat gekannt hätten. 15 Personen im Gebäude des Jobcenters erlitten einen Schock und mussten von Notärzten und Notfallseelsorgern behandelt werden.
"Es herrscht Fassunsglosigkeit"
"Wir sind als Träger des Jobcenters fassungslos über diese Tat", sagte Harald Vieten, Sprecher des Rhein-Kreises Neuss. Auch der nordrhein-westfälische Arbeitsminister Guntram Schneider (SPD) reagierte mit Bestürzung. Die Tat zeige, welchem Druck und welchen Spannungen die Beschäftigten von Jobcentern ausgesetzt seien.
Ilona Mirtschin, Sprecherin der Agentur für Arbeit, sagte, Übergriffe kämen leider immer wieder in Behörden vor: "Es sind Einzelfälle, die hohe mediale Aufmerksamkeit erregen. Das ist nichts, was spezifisch für Jobcenter ist."
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2 Kommentare von unseren Lesern
RealConsult-... (1)
27.09.2012 00:17
Beklagenswerte Opfer eines kranken Systems ...
Die Tat: unentschuldbar, fürchterlich - die arme Frau ist Opfer - ... aber so auch der Täter.
Dauerdruck + Diskriminierung produziert psychische Wracks. Jeder erliegt und muss sich unter Preis, Wert und Würde verkaufen. Das Wachstum der Billiglohngruppe belegt das.
Die Amtsbetreuer - oft selbst arbeitslose Akademiker mit Hoffnung auf Übernahme - müssen ihren "Kunden" unter Generalverdacht Unkorrektheiten nachweisen (Unterstützung von Verwandten, Hausfreund "wer schläft mit wem-in welcher Wohnung"). Ziel: Einsparungen, egal mit welchen Mitteln. Kontrollen nach Feierabend normal. Persönlichkeitsrechte / Privatsphäre? Völlig egal, Vorbereitung auf Niedriglohn und raus aus der Arbeitslosenstatistik, das ist Ziel.
Merkel: "Deutschland geht es gut! Wir können zufrieden sein.“
Anm.: ein toter Fisch fängt stets am Kopf an zu stinken, so auch das kranke Hartz4-Gesetz im deutschen Arbeits-/ Vermittlungsmarkt.
Ralf Antonius T. Lohaus,
Consulting & Executive Search
SP – Brazil
Foltyn (38)
26.09.2012 23:42
fast vorher zu sehen
das denk ich mir, es musste ja einmal so kommen, weil was die van der Lein für einen Spruch geklopft hat wegen 5 Euro und dann haben sie eine Sendung gemacht, da haben 2 nicht einmal die 5 Euro bekommen. Bei uns heisst das Arbeitsamt und dort Jobcenter, weil man dort gar keinen Job kriegt. Aber schade um jeden Fall, aber es muss eine Lawine einsetzen, damit sie umdenken. Bei denen ist nämlich alles überspannt. Und da wollen sie noch den Islam.
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