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28.09.2012
Deutscher Sozialdemokrat
Peer Steinbrück ist SPD-Kanzlerkandidat
Der 65-Jährige ist ein Mann der klaren Worte, seine Sprachgewalt und seine Intelligenz werden von vielen gerühmt. (© AFP)
Die Nominierung von Peer Steinbrück zum SPD-Kanzlerkandidaten hat bei den anderen Parteien Deutschlands erste Reaktionen ausgelöst. Unionsfraktionsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer bezeichnete die Entscheidung am Freitag als "Troikadämmerung": "Gabriel kann nicht, Steinmeier will nicht - da blieb nur einer übrig", schrieb der CDU-Politiker im Kurznachrichtendienst Twitter.
Volker Beck ist der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen. (© AFP)
Der Parlamentarische Geschäftsführer der Grünen, Volker Beck, twitterte zunächst: "Hoffe, das ist eine Ente." Tatsächlich ist Steinbrück speziell beim linken SPD-Flügel umstritten. Dort wirft man dem 65-Jährigen zu konservative Positionen vor.
Äußerungen sorgen für Aufsehen
In Österreich hatten Äußerungen Steinbrücks gegen das Bankgeheimnis für Aufsehen gesorgt. In einem Atemzug nannte er 2009 Österreich u.a. mit Luxemburg, Liechtenstein, der Schweiz und Ouagadougou.
+++ Aufregung um Steinbrücks "Ouagadougou"-Vergleich +++
Umfrage
Einer Umfrage zufolge wäre Steinbrück im direkten Vergleich mit Merkel derzeit ebenso chancenlos wie Steinmeier und Gabriel. Bei einem solchen Duell würden sich 36 Prozent für Steinbrück, aber 53 Prozent für die amtierende Kanzlerin entscheiden. Das ergab das jüngste ZDF-"Politbarometer", das allerdings vor den Entwicklungen in der SPD-Kandidatenfrage erstellt worden war.
Klare Worte und Intelligenz
Die Eigenschaften, die Peer Steinbrück zugeschrieben werden, könnten manchen Gegner schrecken: Der 65-Jährige ist ein Mann der klaren Worte, seine Sprachgewalt und seine Intelligenz werden von vielen gerühmt, seine beißende Ironie wird von manchen als verletzend empfunden.
Nun macht sich der gebürtige Hamburger und seit langem in Nordrhein-Westfalen beheimatete SPD-Politiker offenbar auf, seine Karriere mit dem ganz großen Coup zu krönen: Er soll nach Medienberichten die deutschen Sozialdemokraten zurück an die Macht führen und Angela Merkel (CDU) in einem Jahr die Kanzlerschaft entreißen.
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