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01.10.2012
Gericht
Verhandlung der Pussy-Riots wurde vertagt
Die jungen Frauen haben immer gesagt, dass sie ihr umstrittenes Punkgebet gegen Putin eine politische Performance war. (© dapd)
Ein Moskauer Gericht hat das Berufungsverfahren gegen die Frauen der Polit-Punkband Pussy Riot überraschend auf den 10. Oktober vertagt. Die Richterin gab einem Antrag einer der inhaftierten Künstlerinnen statt, ihren Anwalt auszutauschen. Ihre Position stimme nicht mit der ihrer Verteidiger überein, sagte Jekaterina Samuzewitsch im Gerichtssaal.
Buße
Die jungen Frauen hätten stets klar gemacht, dass sie ihr umstrittenes Punkgebet gegen Präsident Wladimir Putin in einer Kirche als politische Performance sehen. Bei Gläubigen, die sich durch die Aktion beleidigt fühlten, hätten sich die Künstlerinnen bereits entschuldigt.
Kein Freispruch?
Die Musikerinnen waren wegen Rowdytums aus religiösem Hass zu je zwei Jahren Straflager verurteilt worden. Das Moskauer Stadtgericht prüft nun, ob das international scharf kritisierte Urteil rechtmäßig ist. Er rechne nicht damit, dass die Frauen freigesprochen würden, sagte Fejgins Kollege Nikolai Polosow der Agentur Itar-Tass.
Allerdings erwarte die Verteidigung, dass das Urteil abgemildert werde.
Politisches Vorgehen
Nadeschda Tolokonnikowa (22), Maria Aljochina (24) - beide Mütter kleiner Kinder - und Jekaterina Samuzewitsch (30) sitzen seit Anfang März hinter Gittern. Bürgerrechtler kritisieren das Vorgehen der Justiz als politisch motiviert.
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