Geschlossene Arztpraxen Welt

Deutsche Ärzte wollen mehr Gehalt

Deutsche Ärzte wollen mehr Gehalt

So wie im Jahr 2011, wollen deutsche Ärzte auch heuer wieder streiken. Der Anlass - heute, wie damals: Mehr Geld! (© AFP)

Ärzte Streik Deutschland
So wie im Jahr 2011, wollen deutsche Ärzte auch heuer wieder streiken. Der Anlass - heute, wie damals: Mehr Geld!
Deutsche Ärzte wollen sich das nicht mehr gefallen lassen: Das Ärztehonorar ist nicht zufriedenstellend. Eine Erhöhung soll her. Um ihren Standpunkt noch mehr zu vertreten, sind nun sogar Proteste und Praxisschließungen angekündigt - denn es gehe ums Grundsätzliche.

Aus Protest gegen die harte Haltung der Krankenkassen im Honorarstreit wollen Ärzte am Mittwoch, 10. Oktober, in ganz Deutschland demonstrieren und Praxen schließen.

Dies kündigte die Allianz von mehr als 30 deutschen Ärzteverbänden an. Deutschlandweit sind bisher Demonstrationen an 34 Orten geplant. Der Aktionstag sei nur Auftakt zu weiteren Protesten.

Unzureichende Bezahlung?
Am Dienstag, 9.Oktober, gehen die Honorarverhandlungen zwischen Kassen-Spitzenverband und Kassenärztlicher Bundesvereinigung (KBV) in ihre möglicherweise entscheidende Runde. Den Ausschlag könnte der neutrale Vorsitzende geben. Die Ärzte halten das bisherige Angebot der Kassen von 900 Millionen Euro mehr für völlig unzureichend. Sie verlangen mit 3,5 Milliarden Euro fast das Vierfache.

"Wir werden auch einen Schlichterspruch gegen die Interessen der Ärzteschaft - und damit auch gegen eine Verschlechterung der ambulanten Versorgung unserer Patienten und Patientinnen - nicht akzeptieren", kündigte der Sprecher der Ärzteverbände-Allianz, Dirk Heinrich, an.

Nettoeinkommen
Das monatliche Nettoeinkommen der Kassenärzte in Deutschland beträgt laut KBV nach jüngsten Zahlen durchschnittlich 5442 Euro. Die Ausgaben der gesetzlichen Kassen für die Vergütung der Vertragsärzte stiegen von 33 Milliarden Euro 2010 auf 33,7 Milliarden im vergangenen Jahr.

Kaum Unterstützung
Die Ärzte-Forderung nach mehr Geld findet nach einer Umfrage kaum Unterstützung bei den Bürgern. Nur sechs Prozent sind dafür. 39 Prozent stimmten für die Abschaffung der Praxisgebühr. Mehr als ein Drittel will den Kassen die Überschüsse als Polster für magere Jahre lassen.


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