Missfallen Welt

Griechen vor Merkel-Besuch: "Raus, Schlampe"

Griechen vor Merkel-Besuch: "Raus, Schlampe"

Einzelne Demonstranten trugen Plakate mit beleidigenden Aufschriften. (© Reuters)

Proteste in Athen
Einzelne Demonstranten trugen Plakate mit beleidigenden Aufschriften.
Griechen zeigen ihr Missfallen: Tausende haben in Athen gegen den Sparkurs und den Besuch von der deutschen Kanzlerin Angela Merkel protestiert. Einzelne Demonstranten trugen Plakate mit beleidigenden und diffamierenden Aufschriften. "Raus aus unserem Land, du Schlampe", hieß es auf einem Plakat.

"Tochter Hitlers, raus aus Griechenland und kein Viertes Reich", stand auf einem anderen. Linke Demonstranten trugen ein großes Transparent mit der deutschen Fahne und einem abgeänderten Vers von Berthold Brecht: "Angela weine nicht. Da ist nichts im Schrank, was zu holen wäre."

"Haut ab!"
"Mit unserer Präsenz wollen wir unsere Politiker dazu bringen, endlich Nein zum endlosen Sparen zu sagen", sagte eine Demonstrantin. "Die Kapitalisten sollen zahlen", skandierten andere Demonstranten. "Nehmt das Sparprogramm und haut hier ab", riefen die Demonstranten den Abgeordneten zu.

Merkel-Besuch Athen

Antonis Samaras empfing Angela Merkel in Athen
Antonis Samaras empfing Angela Merkel in Athen
Weitere Proteste
Für den Merkel-Besuch hat die griechische Regierung große Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Rund 7.000 Polizisten werden eingesetzt, um das Zentrum der Hauptstadt abzuriegeln. Für Dienstagmittag sind weitere Proteste geplant - genau zu der Zeit, wenn sich Griechenlands Ministerpräsident Antonis Samaras und Merkel treffen sollen.

Schutzmaßnahmen
Die Polizei stellte auch Einheiten zum Schutz der deutschen Botschaft und anderer deutscher Einrichtungen bereit, wie die griechische Presse berichtete. Verdächtige sollten vorübergehend in Polizeigewahrsam genommen werden.

Ankündigungen
Die beiden größten Gewerkschaften des Landes haben für Dienstag eine Großdemonstration im Zentrum Athens angekündigt. Auch die Kommunisten und die größte Oppositionspartei im Parlament, das Bündnis der radikalen Linken (SYRIZA), riefen zu Kundgebungen auf. Man werde "alles mobilisieren, was man auf die Straße bringen kann", hieß es.

Vor der deutschen Botschaft will außerdem die nationalpopulistische Partei der "Unabhängigen Griechen" demonstrieren.

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2 Kommentare
christian1965 Veteran (643)

Antworten Link Melden 1 am 09.10.2012 06:51

ein bauer, der offiziell knappe 500 euro im monat verdient ist erwischt worden, wie er 12 millionen ins ausland transferiert hat!!!!
außerdem alle paar wochen jammern, das geld ist weg und sie sind wieder pleite und dann noch die geberländer beschimpfen? die banken kontrollieren, geld aus griechenland beschlagnahmen und dann raus mit dem faulen pack, wenn ich geld aufnehme muss ich es auch wieder zurückzahlen! auch unsere politiker sind mittlerweile ruhig, keine reden mehr von dem verdienst, den wir ja durch die milliardenhilfe mehr machen.

joejoe Newcomer (3)

Antworten Link Melden 1 am 09.10.2012 06:23

die bekommen Geld von uns (allen anderen EU Staaten) und dann kannst dich noch beschimpfen lassen?
So kann es doch auch nicht sein... für Hilfe und Unterstützung muss man sich jetzt beleidigen lassen?
Da wird sofort der Geldhahn abgedreht! Sollen sehen wo sie bleiben... Kein Dank für die Hilfe - die haben eh schon zuviel bekkommen... Österreich hat selber genug Menschen die in Armut leben und oft nichts zu essen haben, aber den Griechen Geld schicken!
Da bekomm ich so einen Hals!! traurig

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