Nazi-Parolen und Steine Welt

Schwere Ausschreitungen bei Merkels Athen-Reise

Merkel schlug eine Welle des Hasses entgegen

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Merkel schlug eine Welle des Hasses entgegen

 Angela Merkel  (CDU) in Griechenland. 50.000 demonsterierten gegen die deutsche Kanzlerin. Die meisten friedlich. Doch es kam zu heftigen Ausschreitungen. Randalierer griffen die Polizei mit Steinen und Flaschen an. Beamte setzten Schlagstöcke und Tränengas ein.

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Bei Protesten ist es am Dienstagnachmittag zu ersten Ausschreitungen gekommen. 40 bis 50 teils vermummte Jugendliche warfen Steine auf Polizisten. Die setzten Schlagstöcke, Tränengas und Blendgranaten gegen die Angreifer ein. Die Situation beruhigte sich nach kurzer Zeit zunächst wieder. Zuvor hatten rund 100 Jugendliche versucht, eine Absperrung vor dem Parlamentsgebäude zu durchzubrechen. Die Polizei setzte Tränengas ein, daraufhin zogen sich die Randalierer zurück. Es gab Verhaftungen und Verletzte.

Mehr als 7.000 Polizisten sorgten dafür, dass die Treffen Merkels mit Samaras sowie Staatspräsident Karolos Papoulias und Vertretern der griechischen Wirtschaft störungsfrei verlaufen.

Die Polizei hatte das Regierungsviertel in Athen weiträumig abgesperrt. In der Innenstadt demonstrierten Tausende Menschen gegen die Position Deutschlands in der Schuldenkrise. Viele Griechen werfen insbesondere der deutschen Kanzlerin vor, mit einem zu harten Sparkurs für die nach wie vor schlechte Wirtschaftsentwicklung des Landes verantwortlich zu sein - mit Nazi- und Hitler-Vergleichen.

Anonymous attackierte Regierungsseiten
Außerdem haben Hacker mehrere Internet-Seiten der griechischen Regierung ins Visier genommen. Die Gruppe Anonymous brüstete sich am Montagabend auf Twitter mit den Angriffen und begründete die Cyber-Attacken mit dem angekündigten Großaufgebot der Polizei zur Absicherung des Besuchs von Merkel. Die griechische Regierung erinnere mit diesem Vorgehen an die Praktiken der früheren Militärdiktatur, kritisierte das Hacker-Netzwerk auch in einer auf YouTube veröffentlichten Botschaft.

Die Kanzlerin war in Medien wiederholt unvorteilhaft porträtiert und in Nazi-Uniform abgebildet worden. Viele Griechen werfen Deutschland vor, in der Krise einen unmenschlichen Spardruck auszuüben.

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