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10.10.2012

Drohungen bei Polizei-Verhör

Unfassbar: Entschädigung für Kindsmörder

Magnus Gäfgen wieder vor Gericht

Das Oberlandesgericht hat bestätigt, dass der verurteilte Kindsmörder Magnus Gäfgen eine Entschädigung bekommen soll (© Boris Roessler (dpa))

Magnus Gäfgen sorgte 2002 mit der Entführung und dem Mord am damals elfjährigen Frankfurter Bankierssohn Jakob von Metzler in ganz Deutschland für Entsetzen. Polizisten wussten damals noch nichts vom Tod des Buben, erst durch Androhung von Gewalt verriet der Mörder den Aufenthaltsort der Leiche. Nun sprach das Oberlandesgericht Frankfurt am Main Gäfgen eine Entschädigung von 3.000 Euro zu. Die Berufung des Landes Hessen gegen ein vorheriges Urteil wurde damit abgewiesen.

Das Oberlandesgericht bestätigte ein Urteil des Frankfurter Landgerichts vom August 2011. Das Land Hessen war gegen dieses in Berufung gegangen. Demnach muss das Land dem verurteilten Kindsmörder wegen "schwerer Verletzung der Menschenwürde" eine Entschädigung von 3000 Euro plus Zinsen bezahlen. Das Urteil stützt sich auf die Europäische Menschenrechtskonvention, die sich gegen Folter und Androhung von Folter richtet.

In einer Vernehmung kurz nach seiner Festnahme wurde dem Mörder auf Anweisung des damaligen Frankfurter Polizei-Vizepräsidenten Gewalt angedroht, wenn er den Aufenthaltsort des Jungen nicht verrate. Wegen dieser Drohungen verklagte G. das Land später auf Schmerzensgeld und Schadenersatz. Es habe keine konkreten Anhaltspunkte für Zweifel an der "Vollständigkeit oder Richtigkeit" der Feststellungen des Landgerichts gegeben, erklärte das OLG.

Gäfgen wurde im Jahr 2003 wegen Mordes vom Landgericht Frankfurt zu lebenslanger Haft mit besonderer Schwere der Schuld verurteilt. Gäfgen hatte die Absicht gehabt, die Bankiersfamilie zu erpressen.

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2 Kommentare von unseren Lesern

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KlamannSolut... (2)
15.10.2012 11:20

Soviel zur Menschenwürde....
Das ist ja wohl das allesr letzte,dem armen Herr Gäfgen Folter o.ä Anzudrohen.Das ist aber noch sehr Human von den Polizeibeamten gewesen,und nun bekommt der arme Kerl noch 3.000€ für seine Tat.Das ist doch Lächerlich,ich weiß nicht was ich mit dem Sch..... gemacht hätte.Jedenfalls kann man nur hoffen das dass Urteil jetzt nicht noch eine Verlockung für andere seiner Art ist.Was ist denn mit den Eltern,haben die keine Menschenwürde? Ihnen wurde das Wichtigste genommen,ich bin selbst Vater eines kleinen Jungen.Habe vollstes Verständniss für die Beamten,für solche Taten wie der arme Herr Gäfgen begangen hat sollte man über Todesstrafe oder Selbstjustiz nach denken Mfg Klamann Solutions

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josef4 (158)
10.10.2012 20:43

Total verrückte und verblöderte Richter
so weit sind wir gekommen, Mörder werden für ihre Tat noch Belohnt,ich würde gerne einen Richter sehen wenn sein Kind dabei ums Leben gekommen wäre.
leider wird es immer Skurriler Täter werden von Gefinkelten Rechtsanwälten dazu angehalten Medien,Polizisten etc.etc zu verklagen und bekommen auch noch recht,verkehrte Welt vertrottelte Richter.

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