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12.10.2012

Für Frieden ausgezeichnet

Deshalb hat die EU den Nobelpreis nicht verdient

Von Frieden in der EU ist man noch weit entfernt

Von Frieden in der EU ist man noch weit entfernt (© Reuters)

Der Friedensnobelpreis 2012 geht an die Europäische Union. Während innerhalb Europas gefeiert wird, werden auch immer mehr kritische Stimmen laut, die die Preisvergabe kritisieren. "Heute.at" nennt zehn Gründe, warum die EU den Preis nicht verdient hat.
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Nazi-Fahnen wurden geschwenkt

Merkel-Besuch in Athen (© Reuters)

1. Hass geht in den Ländern der EU um
Komiteechef Thorbjörn Jagland begründete die Entscheidung damit, dass die Europäische Union über sechs Jahrzehnte entscheidend zur friedlichen Entwicklung in Europa beigetragen habe. Weit gefehlt! Sieht man sich Fotos und Meldungen von Staatsbesuchen europäischer Politiker in anderen EU-Ländern an, ist von Frieden keine Spur. Jüngstes Beispiel: Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel besuchte Griechenland und wurde mit Nazi-Flaggen, Tränengas und Ausschreitungen empfangen.

Ausschreitungen in Spanien

Ausschreitungen in Spanien (© Vincent West / Reuters)

2. Die (europäische) Finanzkrise schürt Gewalt
Aufgrund der Finanzkrise und der damit verbundenen Arbeitslosigkeit innerhalb der EU ist etwa in Spanien jeder zweite Jugendliche ohne Job und insgesamt jeder Vierte ohne Arbeit. Seit Monaten gehen Zehntausende auf die Straße, um gegen die Sparpolitik zu protestieren.  Die Gewalt nimmt zu : Protestierende attackieren die Polizei mit Steinen und Stöcken, die Beamten reagieren mit Gummigeschossen und Tränengas.

Julia Timoschenko, wie man sie vor ihrer Haft und Erkrankung kannte

Julia Timoschenko, wie man sie vor ihrer Haft und Erkrankung kannte (© EPA)

3. Bei Beitrittskandidaten wird gerne weggesehen
Schwulen- und Lesbendiskriminierung, massive Wahlfälschungen, innerstaatliche Unruhen, umfassende Einschränkungen der Presse- und Meinungsfreiheit - und trotzdem steht die EU neuen Beitrittskandidaten, wie der Ukraine, mit offenen Armen gegenüber. Oppositionspolitiker, als bekanntestes Beispiel Julia Timoschenko, fristen ihr Dasein hinter Gittern. Kritik daran wird entweder nicht kommentiert oder im Keim erstickt.

Gurkenkrümmung als wichties EU-Thema

Gurkenkrümmung als wichties EU-Thema (© Fotolia.com)

4. Die bizarren EU-Vorschriften regen auf
Für die Probleme der Finanz- und Arbeitsmärkte findet die EU keine Lösung, dafür steigt der Ärger der Bürger wegen kuriosen Verordnungen. Bis 2009 gab es etwa die Gurken-Norm, die vorschrieb, dass die maximale Krümmung der Gurke zehn Millimeter auf zehn Zentimeter Länge betragen darf. Weiters vorgeschrieben: Wie groß ein Apfel sein muss, wie viel Salz ins Brot gehört, wie es um die elektrische Leitfähigkeit von Honig bestellt ist, wie Schnullerketten auszusehen haben, wie groß Kondome sein dürfen...

Strasser

Ernst Strasser muss sich vor einem Richter verantworten. (© EPA/APA)

5. Korruptionsfälle erschüttern das Vertrauen
Die EU-Betrugsbekämpfungsbehörde OLAF hat alle Hände voll zu tun, denn auch auf EU-Ebene werden laufend Korruptionsfälle bekannt, die das Vertrauen der Bürger in die Europäische Umion erschüttern. Prominentestes Beispiel mit Österreich-Bezug: Ernst Strasser hat sich wegen Bestechlichkeit auf die Anklagebank lobbyiert. Strasser war Ende 2010/Anfang 2011 zwei als Lobbyisten getarnten Journalisten auf den Leim gegangen und hatte ihnen angeboten, für 100.000 Euro die Gesetzgebung im Europäischen Parlament zu beeinflussen. Für ihn gilt die Unschuldsvermutung.

Lesen Sie weiter: Die Gründe 6 bis 10

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3 Kommentare von unseren Lesern

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schobelix (1)
13.10.2012 05:54

Ein positives Zeichen!
Nicht alles in der Eu ist super vieles läuft schief! Ich bin überhaupt kein Eu befürworter ! Aber vielleicht sollte man etwas überdenken und vielleicht sollte uns dieser Friede doch ein paar Euros wert sein ! Nicht immer alles schlecht reden uns gehts besser als dem Rest der Welt das vergessen wir immer ! Kritisch bleiben nach Verbesserungen suchen aber auch einmal das bereits erreichte sehen ! http://youtu.be/jF_WA9eOjTk

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Foltyn (39)
13.10.2012 01:13

der gehört ja den islamischen Ländern unter die Nase gerieben
es ist ja wurscht, ob sich die EU den Preis verdient hat, weil die islamischen Länder hätten ihn 100 mal weniger verdient und die sollen sich ärgern und schämen, weil die haben ja ihre friedliche Religion und da gehts zu wie im Tollhaus.

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skyrider (791)
12.10.2012 18:57

KLATSCH-KLATSCH-KLATSCH!!!
Was ist DAS denn? HEUTE druckt geradezu bravourös, was Usern in Foren anderer Zeitungen gnadenlos gelöscht wird, weil es nicht opportun ist, die Wahrheit zu schreiben? HEUTE druckt, was Usern in HEUTE-Foren auch schon gelöscht wurde, nur weil diese Wahrheiten eben NUR von Usern aufgezeigt wurden, und nicht von PROFI-Schreibern! HEUTE druckt - ENDLICH - einmal genau die aktuelle LAGE, die wir haben und mit der keine offizielle Stelle mehr fertig wird! Wie auch! Sie alle haben zu lange gewartet - einschließlich der schweigenden Medien - und nun ist das Volk vor dieser Lawine, nicht mehr zu schützen! Was schreibe ich - Lawine??? Es ist inzwischen ein Tsunami!

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