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23.10.2012
Romney mit kuriosem Fehler
Obama hat auch im letzten TV-Duell die Nase vorn
13 Fotos |
Obama warf seinem Herausforderer fehlenden außenpolitischen Instinkt vor. Romney warf Obama dagegen fehlende Führungsstärke im Umgang mit den Umwälzungen in der arabischen Welt vor. In einer Schnellumfrage liegt Obama vorne.
Romney forderte eine "umfassende und robuste" Strategie, damit die Menschen in muslimischen Ländern und anderen Teilen der Welt "den radikalen, gewalttätigen Extremismus zurückweisen".
Obama und Romney machten beide klar, dass sie eine weltweite Führungsrolle für die USA beanspruchen. Zudem habe er nach der Bush-Ära die Beziehungen zu vielen Staaten und Verbündeten verbessert, sagte Obama. Dazu zähle auch Europa. Auch mit Israel gebe es etwa derzeit eine so enge Zusammenarbeit wie noch niemals zuvor. Jetzt "können wir damit beginnen, Amerika wieder aufzubauen", fügte Obama im Hinblick auf interne Probleme wie etwa die schlechte Infrastruktur in den USA hervor.
Die entscheidende Debatte von Obama und Romney im US-Wahlkampf ist nun beendet. (© AFP)
Der Präsident griff seinen Herausforderer dafür an, zu starke Einsparungen im Bildungssektor vornehmen zu wollen. Beide meinten, dass sie keine atomare Bewaffnung des Iran dulden würden.
Präsident Barack Obama hat seinem republikanischen Herausforderer Mitt Romney eine rückwärtsgewandte außenpolitische Agenda vorgeworfen. "Sie wollen offenbar die Außenpolitik der 80er Jahre zurückholen", warf Obama seinem Gegner vor.
Romney kritisierte dagegen, dass sich die Beziehungen zwischen den USA und Israel unter Obama verschlechtert hätten.
Zankapfel China
Zu einem harten Schlagaustausch kam es beim Thema China. Romney versprach eine harte Gangart etwa gegen Währungsmanipulationen Pekings sowie gegen unfairen Handel. Der Präsident betonte, er betrachte China als Partner, solange es sich an die Regeln halte.
Am Abzugstermin aus Afghanistan zum Ende des Jahres 2014 gab es aus Sicht beider Rede-Kontrahenten nichts zu rütteln.
Zudem gab es unterschiedliche Positionen zum US-Militärbudget. Romney bekräftigte, im Fall seiner Wahl werde es keine Kürzungen bei Militär geben. Die Marine sei kleiner als 1917. Die Luftwaffe sei veraltet. Die höchste Priorität des Präsidenten sei es, die US-Bevölkerung zu schützen. Obama ist hingegen für eine Modernisierung des Militärs. Die Zukunft liege beispielsweise in Cyberspace-Waffen.
Kopf-an-Kopf-Rennen
Die US-Präsidentenwahl findet am 6. November statt. Die erste wirtschafts- und innenpolitische TV-Debatte am 3. Oktober hatte Romney für sich entschieden, in der zweiten am Dienstag vergangener Woche hatte Obama gepunktet. Die beiden Kontrahenten liefern sich laut Umfragen ein Kopf-an-Kopf-Rennen.
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