Whistleblower spricht Welt

Snowden soll im EU-Parlament aussagen

Edward Snowden

Snowden hält sich nach wie vor in Russland auf.

Edward Snowden

Snowden hält sich nach wie vor in Russland auf.

Der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden dürfte Anfang März im Innenausschuss des EU-Parlaments aussagen. Um seine Sicherheit nicht zu gefährden, wird er allerdings nicht persönlich anwesend sein.

Das genau Format der Anhörung sei noch nicht völlig geklärt, die Teilnahme Snowdens aber offiziell bestätigt, betonte SPÖ-Europaabgeordneter Josef Weidenholzer. "Ich finde es wichtig und richtig, dass Snowden aussagen wird."

Er sei schließlich der wichtigste Zeuge in der Überwachungsaffäre. Nur durch Snowden "konnte die massenhafte Überwachung von europäischen Bürgern durch Geheimdienste überhaupt aufgedeckt werden. Erst vor kurzem konnte Snowden schmutzige Methoden des britischen Geheimdienstes GHCQ aufdecken.

Schriftliches Statement oder Videoaufzeichnung möglich
Es gehe nun darum, eine möglichst sichere Art der Anhörung zu finden, um eine Ortung durch Geheimdienste während der Befragung auszuschließen, sorgt sich Weidenholzer. Ein Live-Interview scheidet hier ebenso aus wie eine persönliche Befragung Snowdens in Brüssel. Da die Sicherheit Snowdens im Vordergrund stehen müsse, wären prinzipiell eine schrifltliche Stellungnahme oder eine Videoaufzeichnung möglich.

"Wahrheit sagen ist in Europa kein Verbrechen"
Snowden, der von den Grünen sogar für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen wurde, hält sich derzeit in Russland auf. Weidenholzer meinte, "Snowden vor dem EU-Parlament sprechen zu lassen, sei ein wichtiges Zeichen gegenüber den USA, "dass die Wahrheit zu sagen in Europa nicht als Verbrechen gilt, sondern Respekt und Anerkennung verdient".


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