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Uni entwickelt Hilfsroboter

"Hobbit" ist der private Assistent der Zukunft

HOBBIT

"Hobbit", die freundliche Heimhilfe - nicht nur für ältere Menschen.

Die TU Wien hat einen Pflegeroboter entwickelt, der als mobile Heimhilfe Menschen zu Hause zur Hand gehen soll. Kostenpunkt: 5.000 Euro.


Er soll in den eigenen vier Wänden bei einfachen Handgriffen auf Befehl helfen, Gefahren beseitigen und im Notfall Hilfe holen. Der von der Technischen Universität entwickelte und vom Haus der Barmherzigkeit in Auftrag gegebene Heimassistent "Hobbit" soll für den Massenmarkt tauglich werden.

Auslöser und Hauptgrund für die Entwicklung von Hobbit ist ein weit verbreitetes Problem, wie Projektinitiator Christoph Gisinger vom Haus der Barmherzigkeit schildert: „Es ist kein Geheimnis, dass Stürze die häufigste Ursache für den Eintritt in ein Pflegeheim sind. Hobbit kann hier auf zwei Ebenen Sicherheit schaffen: Dank Greifarm und Kamera kann er den Boden präventiv nach herumliegenden Objekten absuchen und diese einsammeln. Das vermindert das Sturzrisiko. Kommt es dennoch zu einem Unfall, wird dieser erkannt und Hilfe angefordert.“

An Medikamente erinnern
Der mit Kameras und Sensoren ausgestattete Hobbit wird auch regungslose Personen erkennen und selbstständig Angehörige und Rettungskräfte verständigen können. Per Sprachausgabe kann das Gerät an Arzttermine oder die Einnahme von Medikamenten erinnern. "Außerdem soll Hobbit dank Gesichtserkennung Personen von statischen Objekten unterscheiden können“, erklärt Projektkoordinator Markus Vincze

Touchscreen und Sprache
Um eine intuitive Bedienung zu gewährleisten, ist das Gerät mit einem Touchscreen ausgestattet, kommuniziert über Sprache und ist in der Lage Gesten zu erkennen. Zudem liegt dem Projekt ein ambitioniertes Kostenziel zugrunde: Damit Hobbit den Massenmarkt erreicht, soll er einmal für weniger als 5.000 Euro zu haben sein.

Testpersonen gesucht
Erste Tests hat Hobbit bereits erfolgreich absolviert. Im Rahmen einer Studie hatte eine Gruppe von 22 Personen die Gelegenheit, Kernfunktionen des Roboters unter Laborbedingungen zu erproben – mit überwiegend positiver Resonanz. Trotz ihres fortgeschrittenen Alters zeigten die ProbandInnen reges Interesse und gingen durchwegs offen auf Hobbit zu. Für das nächste Jahr ist ein Feldversuch in realen Wohnungen geplant. Im Zuge der Testreihen werden laufend ProbandInnen gesucht. Voraussetzung ist ein Mindestalter von 70 Jahren, der/die TeilnehmerIn muss alleinstehend leben und auditiv, visuell oder mobil eingeschränkt sein.
 

Themen: Roboter

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