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ÖBB fahren künftig direkt zum Flughafen

Railjet ÖBB

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Ende des Jahres werden zum Wiener Flughafen erstmals auch Fernverbindungen auf der Schiene angeboten. Ab 14. Dezember werden ICE-Direktzüge aus dem Westen direkt zum Airport geführt. Kunden, die mit den Austrian Airlines fliegen, können diese Verbindung gleich mitbuchen - zwischen Linz und dem Airport werden die Züge sogar über OS-Flugnummern verfügen.


Die neuen Verbindungen bzw. die Kooperation wurden am Montag von ÖBB-Chef Christian Kern und Austrian-CEO Jaan Albrecht am neune Wiener Hauptbahnhof präsentiert, der die Anbindung der Weststrecke mit dem Flughafen überhaupt erst möglich macht.
  • In der ersten Phase werden die Bundesbahnen bis zu 15 Züge pro Tag (in beide Richtungen, Anm.) einsetzen. Es handelt sich um ICE-Garnituren, die über Wels, Linz, St. Pölten, Meidling und den Wiener Hauptbahnhof zum Flughafen fahren. Die Fahrzeit etwa ab Linz wird eine Stunde und 47 Minuten betragen. Passagiere aus St. Pölten können schon nach 50 Minuten am Flughafen aussteigen.
  • Ab 13. Dezember 2015, also zum Beginn des Vollbetriebs am Hauptbahnhof, werden statt den ICEs die Intercity-Verbindungen sowie die Railjets zum Airport verlängert, wie Kern erklärte. Zwei Fernzüge pro Stunde sollen dort dann andocken.
Der ÖBB-Chef erwartet sich, dass im ersten Jahr rund 300.000 Personen das neue Angebot nutzen. Ausbaubar sei dieses auf bis zu 2 Mio. Passagiere jährlich, so seine Prognose. Und auch wenn die Schnellzüge auch von Wienern benutzt werden können, soll sich am Nahverkehrsangebot nichts ändern.

Meilen sammeln mit "AIRail"
Auch die Austrian Airlines wollen an den bestehenden Verbindungen in die oberösterreichische Landeshauptstadt festhalten, wie AUA-Vorstand Albrecht beteuerte. Nun kommt das Produkt namens "AIRail" dazu: Flüge können inklusive der Anschlussverbindung mit dem Zug nach Linz Hauptbahnhof gebucht werden. Für die Strecke können auch Meilen gesammelt werden. Business-Class-Kunden können zudem die ÖBB-Lounge benutzen.

Weiters überlegen die ÖBB die Aufrüstung ihrer Railjet-Flotte. Konkret geht es um neun Garnituren, die von der tschechischen Staatsbahn nicht übernommen werden. Es gebe Gespräche mit Siemens, aber noch kein Ergebnis. Man werde sehen, ob das Unternehmen, den Preisvorstellungen der ÖBB entspreche, so Kern.

Themen: AUA Railjet ÖBB

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