Duell der Autokonzerne Wirtschaft

Suzuki droht VW mit Schiedsgericht

Suzuki droht VW mit Schiedsgericht

(© VW)

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Der japanische Konzern, an dem VW 20 Prozent hält, droht den Deutschen damit, ein Schiedsgericht anzurufen. Dieses könnte VW auch dazu zwingen, seine Anteile zu verkaufen.

Nachdem VW Suzuki zuletzt die Rute ins Fenster gestellt hatte, beschuldigt der japanische Konzern VW nun ebenfalls des Vertragsbruchs und droht offen mit einem Ende der Allianz der beiden Autohersteller. Aus Sicht von Suzuki müsste sich VW dem Urteilsspruch eines Schiedsgerichts unterwerfen und schlimmstenfalls sogar seine Anteile am japanischen Autohersteller in Höhe von rund 20 Prozent wieder verkaufen.

VW habe Suzuki entgegen der Vereinbarung keinen Zugang zu bestimmten Schlüsseltechniken gewährt, erklärte der viertgrößte japanische Autobauer am Freitag. Sollte der deutsche Partner seinen vertraglichen Pflichten in den kommenden Wochen nicht nachkommen, müsse er seinen Suzuki-Anteil von 19,9 Prozent umgehend zurückgeben und das Bündnis auflösen, forderte Vizepräsident Yasuhito Harayama.

Konzernchef Osamu Suzuki hatte bereits im vergangenen Monat vorgeschlagen, die Aktien seines Unternehmens zurückzukaufen, und versprochen, im Gegenzug seinen VW-Anteil von 1,5 Prozent an die Wolfsburger zurückzugeben. Bisher habe man auf dieses Angebot aber noch keine angemessene Antwort erhalten, klagte Suzuki nun.

Die Deutschen erklärten am Freitag, sie prüften juristische Schritte und wollten danach über das weitere Vorgehen entscheiden.

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