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17.11.2011
Verdacht auf Geldwäsche
Euro-Millionen retteten griechische Skandalbank
Filiale der Proton-Privatbank in Athen: Der Staatsanwalt ermittelt (© Reuters)
Die griechische Privatbank Proton soll etwa 700 Millionen Euro ins Ausland verschoben haben - die Staatsanwaltschaft ermittelt. Pikantes Detail: Das Geldhaus wurde verstaatlicht, Athen holte sich dafür Geld aus dem Euro-Rettungsschirm.
Seit Monaten ermitteln die Behörden in Athen gegen den ehemaligen Proton-Boss Lavrentis Lavrentiadis seine leitenden Mitarbeiter. Das private Geldhaus soll rund 700 Millionen Euro ins Ausland verschoben haben, der Verdacht lautet auf Geldwäsche.
Das alles wäre eine innergriechische Angelegenheit ... wäre da nicht die Tatsache, dass der Staat das Institut im Zuge der Schuldenkrise übernommen hat. Dafür holte sich die Regierung 900 Millionen Euro aus dem Euro-Rettungsschirm EFSF, berichtet die SZ.
Womöglich in Zusammenhang mit Untersuchungen der Zentralbank kam es dem SZ-Bericht zufolge vor wenigen Tagen zu einem Sprengstoffanschlag im Athener Vorort Halandri. Die Polizei in Athen gehe davon aus, dass es sich bei dem Anschlag um eine Warnung gehandelt habe, diesen Fall nicht weiter zu untersuchen. In dem Gebäude wohne ein leitender Mitarbeiter der Zentralbank, der zusammen mit Kollegen die Privatbank Proton geprüft habe.
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