Schotts Sammelsurium Wirtschaft

Das lustigste Wirtschaftslexikon aller Zeiten

Die Kuriositätensammlung erscheint bei Bloomsbury

Die Kuriositätensammlung erscheint bei Bloomsbury

Warum heißt der 500-Euro-Schein "Bin Laden“, was ist Buridans Esel und warum greift Vondracek bei Sonderangeboten flotter zu als Dworschak?

Skurrile Wahrheiten, witzige Details und spannendes Wissen präsentiert Kuriositätensammler Ben Schott in "Schotts Sammelsurium Geld & Wirtschaft“ - erschienen bei Bloomsbury.
  • "Bin Laden" heißt auch der 500-Euro-Schein, weil er vor allem bei Verbrechern beliebt ist. Immerhin passen so 20.000 Euro in eine Zigarettenschachtel. Und der Euro-Gegenwert von einer Million Pfund bringt statt 50 nur 2,2 Kilo auf die Waage.

  • Shopper, deren Nachname mit R, S, T, U, V,W, X, Y oder Z anfängt, reagieren fünf Minuten früher auf Sonderangebote als die A- bis I-Gruppe. Warum? Weil sie laut Forschern in der Schule als Letzte aufgerufen wurden, sich immer noch benachteiligt fühlen.

  • Auch Steuerhinterzieher haben einen Schutzheiligen - Mammas (li.). Lotto-Spieler und Schatzgräber sollten zu Corona beten, Pleitiers zu Spyridon und Arbeitslose zu Kajetan.

  • Berühmte Wirtschaftstheoreme sind Parkinsons Gesetz und Buridans Esel. Letzterer verhungert, weil er sich nicht zwischen zwei gleich großen Heuhaufen entscheiden kann. Parkinsons Trödler- Theorie besagt, dass "Arbeit in dem Maße ausgedehnt wird, wie Zeit zur Erledigung zur Verfügung steht".

  • Auf Finanzsünder warten Fegefeuer und Hölle - wenn's so einfach wäre! In Dante Alighieris "Göttlicher Komödie" werden Geizige mit dem ewigen Wälzen von Lasten auf den Schultern bestraft. Bestechliche werden in Pech gekocht, auf Geldfälscher warten Schläge und Schmerzen im Schmutz.

  • Welchen Wert haben Liebe, Sex und Gesundheit? Ein Briten-Team verglich das damit verbundene Glücksgefühl mit den Freuden eines Lotto-Gewinns. Top-Gesundheit ist demnach 210.379 €, ein "Ich liebe dich" zu hören 192.126 Euro wert. Weiters: Beziehung (180.445 Euro), Leben in Frieden (150.801 Euro), Kinder (143.979 Euro), Lachen (125.840 Euro), Sex (122.565 Euro).

  • Wurfmesser (Woshele oder Shongo) galten in Afrikas Kongobecken bis ins 20. Jahrhundert hinein als Währung. Ihre Verwendung im Krieg war verboten: Das Geld sollte ja „keine Unschuldigen töten“.

  • Durch Gesang reich werden: In Indien geht’s. Jeweils früh morgens und abends laut das Geldmantra zur Anrufung Ganeshas singen: OM [ooomm] SHRI [schhhriii] GANESHAJA [gan-esch-a-jaaaa] NAMAH [naaa-maaa]! Und dann abwarten.

  • Die größten Irrtümer aller Zeiten: "Öl ist eine nutzlose Absonderung der Erde – eine klebrige Flüssigkeit, die stinkt, in keiner Weise verwendet werden kann", urteilte 1809 die Akademie der Wissenschaften St. Petersburg. 1903 erhielt Henry Ford (o.) keinen Kredit, weil Autos "nur eine Modeerscheinung" seien. 1943 bezifferte IBM den PC-Bedarf mit "nicht mehr als fünf Computern".

  • Wer bitte ist Luc Luycx? Der Designer gestaltete die Vorderseiten der Euro-Münzen. Deshalb sind auf allen Geldstücken die Initialen des Belgiers – zwei kleine, ineinander verschlungene „L“ (re.) – zu finden.


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