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10.01.2012
Airline muss weitersparen
AUA bleibt in der Verlustzone
14 AUA-Flugzeuge sollen außer Dienst gestellt werden (© AUA)
Der neue AUA-CEO Jaan Albrecht präsentiert soeben ein neues Sparpaket für die nach wie vor defizitäre Austrian. Das Programm, das die Airline nach mehreren Verlustzahlen endlich wieder in die Gewinnzone bringen soll, hat es in sich: es sieht eine Reihe harter Maßnahmen vor, unter anderem die zeitnahe Ausmusterung aller elf Boeing 737 vor.
Sie sollen durch bis zu sieben günstigere Airbus A-319\320 ersetzt werden. Dazu braucht es allerdings die finanzielle Unterstützung der Mutter Lufthansa. Zusätzlich wird das Streckennetz angepasst und Destinationen, die nicht profitabel sind, gestrichen. auch bei den Personalkosten soll angesetzt werden, insbesondere was die Dynamik des Kostenanstiegs betrifft.
Gehaltsvorrückungen steigern Personalkosten
Automatische Gehaltsvorrückungen würden heuer die Personalkosten um sieben Prozent verteuern. Über etwaigen Personalabbau sagte Albrecht bislang noch nichts. Aber: die AUA verfehlte 2011 ihr Ziel, schwarze Zahlen zu schreiben, total. Die AUA wird für das Vorjahr einen Verlust annähernd dem des Jahres 2010 (64 Millionen €) schreiben. Das ist deutlich mehr als erwartet.
Im Jahr 2011 hat die AUA rund 100 Millionen € eingespart, 2012 sollen es 200 Millionen sein. Im Jahr 2013 will der neue AUA-Chef Albrecht dann 260 Millionen € einsparen - zwei Drittel durch Kostensenkung, ein Drittel soll durch Erlöse resultieren.
Betriebsversammlung geplant
Der neue AUA-Chef Jaan Albrecht hat sich heute zwar zuversichtlich gegeben, dass das neue Personalkosten-Sparpaket - samt großflächigen Kollektivvertragsänderungen - ohne Arbeitskampf bei der Airline abgeht. In der Gewerkschaft wird aber bereits an Protesten gefeilt. Für 20. Jänner ist eine Betriebsversammlung für das kaufmännisch-technische Personal anberaumt, so GPA-djp-Vizechef Karl Proyer.
Er verwies auf den bestehenden Kollektivvertrag, der bis Ende 2012 vereinbart sei, da gebe es klare Regelungen. Außerdem verwies er auf die Zusagen und Vereinbarungen in den bestehenden Sparpaketen. "Da gibt es genau nichts zu verhandeln."
Dass der AUA-Vorstand heute früh seine Belegschaft informiert hat, reicht dem Gewerkschafter nicht. "Wer von den Gewerkschaften was will, hätte mit den Gewerkschaften reden müssen", befand Proyer. Er empfahl dem neuen Konzernchef, die Spielregeln nach dem in Österreich geltenden Arbeitsverfassungsrecht mitzubedenken. Einseitig könne das Management da nichts ändern.
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