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18.01.2012
Jetzt ist es amtlich
Frauen sind die besseren Chefs!
Österreich-Aushängeschild: Brigitte Ederer ist Personalchefin bei Siemens (© Picturedesk)
Für diese bisher einmalige Studie werteten die Finanzexperten die Bilanzen der 290 größten europäischen börsennotierten Unternehmen aus. Fazit: Betriebe (ohne Energie und Rohstoffkonzerne), in denen sowohl 2005 und 2010 Frauen im Vorstand tätig waren, schnitten bei allen Kennziffern merklich besser ab. Während etwa unter weiblicher Führung die Umsätze um 64 Prozent stiegen, legten Firmen ohne Damen in den Chefetagen um vergleichsweise magere 44 Prozent zu.
Ebenso eindeutig entwickelte sich der Bereich "Gewinn": Leiteten Frauen die Unternehmen, betrug das Plus im Schnitt 89 Prozent. Reine Männer-Führungsseilschaften konnten die Ergebnisse zwischen 2005 und 2010 um bloß 67 Prozent steigern. Den Kürzeren zogen die Herren zudem bei Beschäftigung (+19 zu +21 Prozent) und Börsenwert (+52 zu +58 Prozent). Insgesamt waren zum Zeitpunkt der Untersuchung 178 der 2262 Vorstandsposten mit Frauen besetzt. Das entspricht einer Quote von 7,9 Prozent. In Österreich lag der Anteil bei noch schlechteren drei Prozent.
Wolfgang Bartosch
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