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23.01.2012
Pleite-Griechen
Die Rache an den Steuersündern
Finanzminister E. Venizelos (© AFP)
Griechenland kämpft wohl auf verlorenem Posten. Laut "Bild"-Zeitungen sind die derzeit in Athen weilenden Prüfer von EU, Währungsfonds und Zentralbank "erschüttert" vom Zustand der Verwaltung. Demnach würden zwar Sparmaßnahmen beschlossen, diese jedoch von den zuständigen Beamten nicht umgesetzt.
Die von Finanzminister Evangelos Venizelos angeordnete Veröffentlichung der Namen von 4152 Steuersündern dürfte deshalb ein symbolischer Racheakt bleiben. Experten gehen nämlich davon aus, dass nur ein Bruchteil der geschuldeten 14,9 Milliarden eingetrieben werden kann.
Nummer 1 in der "Liste der Schande" (© Venizelos) ist Nikos Kasimatis (57). Der Unternehmer schuldet dem Staat 952 Millionen, die er mit Hilfe von Finanzbeamten unterschlagen hat. Dafür wurde er zu 504 Jahren Haft verurteilt. Seine Helfer sind hingegen laut griechischen Zeitungen noch im Dienst!
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