Fred Goodwin Wirtschaft

Queen nimmt Pleite-Banker "Sir"-Anrede weg

Queen nimmt Pleite-Banker "Sir"-Anrede weg

Fred Goodwin ist nicht nur seinen Job, sondern auch seine "Sir"-Anrede los (© Danny Lawson (PA))

Fred Goodwin
Fred Goodwin ist nicht nur seinen Job, sondern auch seine "Sir"-Anrede los
Weil Fred Goodwin die Royal Bank of Scotland in den Ruin führte und das Geldinstitut in der Folge durch eine 45 Milliarden Pfund schwere Finanzspritze gerettet werden musste, verliert der frühere Vorstandschef nun seine Ritterehre. Auf Weisung der Regierung hat die Queen dem 53-Jährigen die "Sir"-Anrede aberkannt.

Goodwin (53) war an der Spitze der Großbank gestanden, als diese sich mit der Übernahme der niederländischen ABN Amro 2007 verhoben hatte und vor der Pleite stand. Die Bank gehört inzwischen zu mehr als 80 Prozent dem britischen Steuerzahler. Der Staat musste eingreifen, um den Banken-Koloss vor dem Kollaps zu retten.

Ritterschlag zurückgenommen
Der Ritterschlag, der die Aufnahme in den Adelsstand bedeutet und in der Regel die Anrede als "Sir" beinhaltet, wird in Großbritannien von Queen Elizabeth II. oder in ihren Namen etwa von Thronfolger Prinz Charles erteilt. Er wird nur in seltenen Ausnahmefällen zurückgenommen, etwa bei Schwerverbrechern. Zuletzt war die Ritterehre 2008 dem Machthaber in Simbabwe, Robert Mugabe, aberkannt worden.


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1 Kommentar
Sunny_Y Veteran (421)

Antworten Link Melden 0 am 01.02.2012 07:10

bekommt der Raiffeisen-Chef das goldene Ehrenzeichen für Verdienste für die Republik für sein Engagement im Osten (wo sie jetzt bekanntlich auf enormen Verlusten sitzen). Wieder einmal *Kopf schüttel*

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