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02.02.2012

80 Jobs gehen verloren

Coca Cola verlegt Produktion ins Burgenland

Coca Cola

Seit 1956 wurde in Wien-Favoriten Coca Cola abgefüllt (© dapd)

Mit Ende August wird Coca-Cola nach mehr als 55 Jahren nicht mehr in Wien hergestellt. Der Getränkeabfüller Coca-Cola-Hellenic-Österreich bündelt aus Kostengründen die Produktion und Lagerhaltung am hauseigenen Römerquelle-Standort im burgenländischen Edelstal. 80 Arbeitsplätze gehen dadurch verloren.

"Diese Entscheidung fällt uns nicht leicht", sagte Barry O'Connell, Generaldirektor von Coca-Cola-Hellenic-Österreich. Es sei nicht mehr sinnvoll, zwei große Produktionsstandorte in nur 60 Kilometer Entfernung voneinander zu betreiben. Rund 40 Mio. Euro wird nun in die Erweiterung in Edelstal investiert. Mit dem Investment werde der Standort Österreich "langfristig abgesichert", betonte O'Connell.

Man habe beide Standorte analysiert und sich für den Ausbau von Edelstal entschieden. Der Wiener Standort sei mit 55.000 Quadratmeter zu klein geworden und in Edelstal stehe eine Fläche von 355.000 Quadratmeter zur Verfügung. Außerdem befinde sich dort die Quelle der Unternehmenstochter Römerquelle.

400 Mitarbeiter bleiben in Wien
In Österreich hat der Getränkeabfüller derzeit rund 1.100 Mitarbeiter. Am Wiener Standort sind 250 Beschäftigte in der Produktion und in der Lagerhaltung tätig. Wie viele Mitarbeiter mit ins Burgenland wechseln, könne man derzeit noch nicht abschätzen, erklärte O'Connell. In Wien verbleiben 400 Mitarbeiter im Bereich Verkauf, Kundenbetreuung und Administration. Im Jahr 1956 startete die damalige Gesellschaft für alkoholfreie Getränke am derzeitigen Standort Triester Straße im 10. Gemeindebezirk mit der Cola-Abfüllung.

Für die betroffenen Mitarbeiter in der Produktion und Logistik in Wien werde es einen "umfassenden Sozialplan" geben, erklärte O'Connell. Man arbeite eng mit dem Betriebsrat zusammen, um "faire Lösungen" für die einzelnen Mitarbeiter zu finden.

Mit dem Ausbau des Römerquelle-Standorts wird noch im Frühjahr 2012 begonnen. Im September startet dann die Übersiedelung der Abfüllanlagen von Cola, Fanta, Sprite und Co. nach Edelstal. Im ersten Quartal 2013 soll dann die neue Produktions- und Logistikzentrale am neuen Standort vollständig in Betrieb gehen. Insgesamt sollen am erweiterten Standort im Burgenland rund 250 Mitarbeiter beschäftigt sein. Die Nachnutzung des Wiener Standorts sei "noch offen".

Produktionskosten stiegen
Cola-Cola-Hellenic-Österreich erzielte im Jahr 2010 einen Umsatz von 353,5 Mio. Euro und einen Bilanzgewinn von 10,6 Mio. Euro. Zahlen für 2011 liegen noch nicht vor. Der Umsatz habe sich im vergangenen Jahr gut entwickelt, die Kosten für Mitarbeiter, Energie und Rohstoffe hätten aber auch rapide zugenommen, betonte O'Connell.

Der börsenotierte Mutterkonzern Coca-Cola-Hellenic produziert und vertreibt die Produkte der Coca-Cola Company in 28 Ländern, darunter Italien, Irland, Russland und anderen osteuropäischen Staaten. Im Jahr 2010 wurde ein Umsatz von 6,8 Mrd. Euro erzielt. Coca-Cola-Hellenic gehört zu jeweils 23 Prozent der Coca-Cola Company und der griechischen Kar-Tess Holding. Die restlichen Anteile befinden sich im Streubesitz.

Neben Cola-Cola, Fanta und Sprite hat das Unternehmen auch den Energy-Drink Burn sowie Cappy und Nestea im Programm. Im Jahr 2003 wurde der heimische Mineralwasserhersteller Römerquelle aufgekauft.

APA/red

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