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03.02.2012

Nach Mobilfunk-Megadeal

Wettbewerbsbehörde hat massive Bedenken

Mobilfunkmarkt

Der österreichische Mobilfunkmarkt schrumpft (© Logos/Heute.at)

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat massive Bedenken wegen des "3"/Orange/Yesss!-Deals.

"Ein Okay für dieses Paket ist, so wie es derzeit ausschaut, schwer vorstellbar", sagte BWB-Sprecher Stefan Keznickl. Die Übernahme von Orange durch "3" und der Weiterverkauf von Yesss! an A1 bedeute eine Reduktion auf drei Anbieter "und damit eine Reduktion des Wettbewerbs". Keznickl schränkte aber ein, dass der Behörde derzeit noch keine näheren Informationen der Netzbetreiber vorliegen würden.

Die Orange-Übernahme muss bei den Wettbewerbshütern in Brüssel beantragt werden, da der weltweite Umsatz der beteiligten Konzern mehr als 5 Mrd. Euro beträgt. Hinter "3" steht der chinesische Konzern Hutchison, hinter Orange steht France Telecom. Aus der Branche ist allerdings zu hören, dass die BWB trotzdem gerne in den Deal eingebunden gewesen wäre. Aber es ist ohnehin davon auszugehen, dass sich die EU-Kommission bei der BWB schlau macht. "3" und Orange gehen davon aus, dass sie im Sommer des heurigen Jahres grünes Licht der Wettbewerbshüter bekommen.

T-Mobile fordert genaue Prüfung
Die Nummer zwei am österreichischen Mobilfunkmarkt, T-Mobile-Austria, mahnt eine gründliche Wettbewerbsprüfung ein. "Wir vertrauen darauf, dass die zuständigen Behörden in Österreich und auf europäischer Ebene bei der angekündigten Übernahme für faire Wettbewerbsbedingungen für alle Marktteilnehmer sorgen werden. Insbesondere die Abgabe der Frequenzpakete 2100, 2600 und 900 MHz an die A1 Telekom Austria bedarf aus unserer Sicht noch einer genauen Prüfung durch die zuständigen Behörden", teilte T-Mobile-Chef Robert Chvatal am Freitag in einer Aussendung mit.

Martin Reitenspieß, Vice Präsident der Abteilung CMT beim internationalen Berater Booz & Company, erwartet weiterhin einen intensiven Wettbewerb in Österreich. "'3' wird versuchen die Nummer zwei zu werden", meinte er. Österreich sei jetzt schon im europäischen Vergleich ein Billig-Tarif-Land, mit oder ohne Übernahme wäre es ohnehin nicht mehr weit nach unten gegangen. "Irgendwann gibt es die industrielle Logik, dass man auch Geld verdienen muss", so Reitenspieß.

Von dem Kauf würde jedenfalls der Wirtschaftsstandort Österreich profitieren, da nun mehr Geld für Investitionen ins Netz - wie zum Beispiel in die nächste Mobilfunkgeneration LTE ("Long Term Evolution, 4G), vorhanden wäre. Zu möglichen wettbewerbsrechtlichen Auflagen meinte der Analyst, es gäbe in Europa weit größere Länder mit in Relation zur Bevölkerung vergleichsweise geringerer Anbieterzahl.

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APA/red

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