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07.02.2012
Kartellbildung?
Razzien bei Europas Strombörsen
(© Fotolia)
Die EU-Kommission vermutet ein Strombörsen-Kartell. Europäische Kontrolleure durchsuchten unangekündigt Strombörsen in mehreren EU-Staaten, teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. An Strombörsen kaufen und verkaufen Unternehmen Energie. Weitere Details teilte die Kommission vorerst nicht mit - noch gelte die Unschuldsvermutung.
Nach Angaben der Leipziger Strombörse EEX fand eine Durchsuchung bei der Tochter EPEX Spot in Paris statt. Die EEX selbst sei nicht betroffen, weder in Leipzig, London oder Brüssel. Ein EPEX-Sprecher erklärte, dass die Razzia vermutlich im Zusammenhang mit der Kooperation mit dem norwegischen Handelsplatz Nordpool Spot stehe.
EPEX-Spot ist eine Tochtergesellschaft der EEX, die 2008 zusammen mit der französischen Powernext gegründet worden war. Hier sind die Spotmarktgeschäfte beider Börsen gebündelt. Am Spotmarkt wird Strom für den kurzfristigen Bedarf gehandelt.
Die EPEX bestätigte auf ihrer Internetseite, sie unterliege derzeit einer Inspektion durch die EU-Wettbewerbshüter. EPEX arbeite mit den Behörden zusammen, um alle nötigen Informationen zu liefern.
Sollte sich herausstellen, dass die Betreiber der Strombörsen den freien Wettbewerb behindern, drohen Geldbußen bis zu zehn Prozent des Jahresumsatzes.
Die Energy Exchange Austria (EXAA) in Wien war von den Durchsuchungen nicht betroffen, wurde der APA am frühen Abend vom EXAA-Vorstand auf Anfrage erklärt.
APA/red.
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