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23.02.2012
Manager gefeuert, Geld zurück
Telekom-Chef holt zum Gegenschlag aus
Telekom-Boss Hannes Ametsreiter (© Reuters)
Es gehe darum, überall dort Geld zurückzufordern, wo "Zahlungen keiner Leistung gegenüberstehen", sagte Ametsreiter. Er nannte beispielhaft die Stock-Options-Affäre aus 2004, aber auch die 9 Mio. Euro, die in den vergangenen Jahren direkt an die Hochegger-Firma Valora geflossen sind.
Fischer beurlaubt
Public-Affairs-Manager und Ex-ÖVP-Organisationsreferent Michael Fischer, dem u.a. ein Email zugeschrieben wird, in dem von Zahlungen an die ÖVP die Rede ist, sei bis zur Klärung der Sachlage beurlaubt. Man werfe Fischer nichts vor, aber es habe sich eine ungünstige Optik entwickelt, sagte Ametsreiter.
Der Skandal würde in "bester Kooperation" mit der Staatsanwaltschaft aufgearbeitet, betonte Ametsreiter. Zu der von der Telekom lange zurückgehaltenen Information, wonach er von den Ermittlungsbehörden als Beschuldigter geführt wird, meinte Ametsreiter, dass die Untersuchungen seinem Wissenstand zufolge vor der Einstellung stehen würden. Die Anschuldigungen rund um die Telekom-Novelle 2009 stimmten jedenfalls nicht.
Ametsreiter will E-Mails der Justiz übergeben
Zu den 200.000 Mails zu den diversen Korruptionsfällen bei der Telekom meinte Ametsreiter, er wisse bis heute nicht, welche Mails das genau seien. Vermutlich dürften die Schriftstücke aber vom Ex-Telekommanager Gernot Schieszler stammen, der sich der Justiz als Kronzeuge anbietet. Das Beratungsunternehmen BDO Deutschland werde diese Emails den Untersuchungsorganen übergeben. Die Ergebnisse der BDO-Untersuchung kenne er nicht, diese würden auch nicht dem Vorstand, sondern dem Aufsichtsrat vorgelegt, da dieser auch die Untersuchung beauftragt hatte. Aufsichtsratschef ist ÖIAG-Boss Markus Beyrer, der selbst in der Telekom-Affäre ins Schussfeld gekommen ist.
Zu den Gesprächen der Telekom mit der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) bezüglich einer Kartellstrafe, die der Telekom wesentlich reduziert wurde, sagte Ametsreiter, derartige Unterhaltungen zwischen Behörde und Firma seien ein "üblicher Prozess", auch dass man "gemeinsam zu einer Summe kommt". Es sei nichts Unrechtsmäßiges passiert.
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