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13.03.2012
AUA-Verhandlungen
Bodenpersonal verzichtet auf Gehaltserhöhung
Das Bodenpersonal muss nun offenbar auf den billigeren Kollektivvertrag umsteigen (© APA)
Das kaufmännisch/technische Personal habe bis Ende 2013 eine Nulllohnrunde angeboten, sagte Betriebsratschef Alf Junghans am Dienstagnachmittag vor Journalisten. Damit habe man Zeit gewonnen für weitere Verhandlungen. Ziel sei der Übergang auf ein neues Entlohnungsmodell, so Junghans.
Dieses werde eine deutlich flachere Einkommenskurve vorsehen und "sicher weniger Abfertigungen", also letztlich ein Maximum von zwölf Monaten. Dinge wie automatische Gehaltserhöhungen alle zwei Jahre seien nicht sinnvoll, wenn dadurch Mitarbeiter erst nach drei oder vier Sprüngen "das kriegen, was dem Markt entspricht". Es mache auch keinen Sinn mehr, einen Kollektivvertrag mit einem Maximaleinkommen nach 25 Dienstjahren zu haben, wenn das Personal im Schnitt nur sieben Jahre im Unternehmen bleibe. Viele müssten sich derzeit wegen Privilegien kritisieren lassen, würden in Wahrheit aber weniger verdienen als "am Markt üblich" sei.
Betriebsrat Junghans "sehr zuversichtlich"
Junghans ist "sehr zuversichtlich, dass es eine Einigung geben wird". Wie hoch der Geldwert der Angebote ist, könne man noch nicht sagen, dazu müssten die Auswirkungen auf die Pensionen erst berechnet werden. Junghans geht davon aus, dass die endgültige Einigung bis Ende März steht.
Mit fliegendem Personal wird bis Ende März weiterverhandelt
Die Austrian Airlines bereiten den Übergang des Betriebs auf Tyrolean-Kollektivverträge vor. Dafür hat der Aufsichtsrat am Dienstag Grünes Licht gegeben, sagte Aufsichtsratsvorsitzender Stefan Lauer am Dienstagnachmittag.
Zugleich wird aber mit dem fliegenden Personal noch weiterverhandelt - bis Ende des Monats, sagte er. Ohne eine Einigung über die künftige Entlohnungsstruktur in der AUA könne er auch dem Lufthansa-Aufsichtsrrat keine Kapitalaufstockung empfehlen. Eine weitere Verlängerung der Verhandlungen werde es nicht geben, betonte Lauer. Ein Betriebsübergang sei außerordentlich komplex. Wenn sich bis zur finalen Entscheidung des tatsächlichen Übergangs noch etwas tun sollte, wäre es fahrlässig, die Türe zu schließen.
"Die Türe bleibt offen, aber der Vorstand wird ab heute konkret den Betriebsübergang vorbereiten", so Lauer. Wenn es kein Entgegenkommen des Betriebsrates Bord gebe, sei der Betriebsübergang unausweichlich.
AUA braucht eine Kapitalspritze
Lauer fliegt nun nach Frankfurt und präsentiert Vorstand und Aufsichtsrat der AUA-Mutter Lufthansa das Maßnahmenpaket der AUA, die heuer 320 Mio. Euro einsparen will. Auf diesen Betrag fehlen noch 35 bis 40 Mio. Euro. Außerdem kündigte Lauer an, dass die AUA eine Kapitalspritze brauche. "Die AUA hat heute nicht mehr ausreichend Kapital", ohne Rekapitalisierung gebe es daher keine Zukunft für die Airline, so Lauer.
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