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15.03.2012
E-Control
Haushalte zahlen zu viel Geld für Strom
(© Fotolia)
Im Jahr würde damit ein österreichischer Haushalt im Schnitt rund 30 bis 40 Euro zu viel zahlen, österreichweit wären das 120 Mio. Euro im Jahr. Industriekunden hätten aber leicht von Strompreissenkungen profitiert.
"Ärgernis"
Der Regulator hatte im vergangenen Herbst eine Strom-Marktuntersuchung gestartet, aber von den angefragten 19 Energieunternehmen keine Daten erhalten. Boltz bezeichnete die nichterfolgten Preissenkungen als "Ärgernis" und die verweigerte Kooperation der E-Wirtschaft als "Verweigerungskartell". Landesversorger mit einem sehr hohem Marktanteil hätten den öffentlichen Auftrag, gesunkene Großhandelspreise "angemessen" weiterzugeben.
Rechtliche Schritte unklar
Ob rechtlich gegen die Unternehmen vorgegangen werden könne, sei offen. Es handle sich um einen "Graubereich", betonte Boltz bei der Präsentation des Jahresberichtes der Regulierungsbehörde. Ob der Gaspreis für Haushaltskunden ebenfalls zu hoch sei, kann die Regulierungsbehörde derzeit nicht klar beantworten.
Der Energieregulator hofft mit der geplanten Reform des Wettbewerbsrechtes und der Umkehr der Beweislast mehr Informationen zu erhalten. Damit müssten Energieunternehmen ihre Preisgestaltung künftig rechtfertigen. Wenn das Nahversorgergesetz mit schärferen Regeln für die Energieversorger im kommenden Herbst in Kraft trete, dann könnte es ab Mitte 2013 "faire Preise" für Haushaltskunden geben, erwartet Boltz.
Unter zehn teuersten Anbietern Europas
Der heimische Strom-Verbraucherpreisindex der Statistik Austria stieg zwischen 2000 und 2011 um 28,4 Prozent und der Gas-VPI schnellte um 64,2 Prozent in die Höhe. Derzeit liege Österreich sowohl bei Strom als auch bei Gas unter den 10 teuersten Ländern in Europa.
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