Spritpreis-Skandal Wirtschaft

Preis für Diesel seit 1992 fast verdreifacht!

Tankstelle Zapfhahn

Symbolbild

Tankstelle Zapfhahn

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Preise für Benzin und Diesel: Noch nie zuvor kassierten Ölmultis und Bundesregierung so unverschämt ab! Laut einer aktuellen Erhebung des ARBÖ war der März 2012 der teuerste Tankmonat aller Zeiten. Gleichzeitig fordert der Autofahrerclub ÖAMTC alle Lenker auf,die teuersten Tankstellen - also vor allem jene auf den Autobahnen - zu boykottieren.
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Hunderte Heute-Leser haben bereits auf www.heute.at die Online-Petition gegen den Spritpreis-Wahnsinn unterzeichnet. Der Grundtenor: "Es reicht, die Abzocke durch Multis und Staat muss endlich ein Ende haben."

Preis für Diesel seit 1992 fast verdreifacht
Die Reichweite einer Diesel-Tankfüllung im Wert von 50 Euro hat sich in den vergangenen 20 Jahren laut ADAC wegen steigender Spritpreise mehr als halbiert. Autofahrer konnten 1992 mit Dieselkraftstoff im Wert von 50 Euro noch 1.186 Kilometer zurücklegen. Heute sind es nur noch 504 Kilometer. Demnach stieg der Preis für Diesel seit 1992 um 174 Prozent auf durchschnittlich 1,48 Euro je Liter an.

Die Reichweite von Super-Benzin im Wert von 50 Euro reduzierte sich seit 1992 demnach von 748 auf 403 Kilometer. Im selben Zeitraum legte der Preis für einen Liter Super der Zeitung zufolge um 124 Prozent zu.

Die Verbesserung des Benzinverbrauchs in der Automobilbranche wurde dem Bericht zufolge bei den Berechnungen des ADAC berücksichtigt.

Spritpreisdatenbank hilft kaum
Die von Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner umgesetzte Spritpreis-Datenbank (www.spritpreisrechner.at) ist für Lenker zwar ein Gewinn. Allerdings ändert sie nichts an den kaum nachvollziehbaren Preisen, die den Multis Mega-Ertragssteigerungen bescheren. Spitzenreiter 2011 war Shell. Der Konzern machte 31 Milliarden Dollar Gewinn, 54 Prozent mehr als 2010. ExxonMobil (Esso, Mobil) legte um 35 Prozent auf 41,1 Milliarden zu. Auch die heimische OMV schaffte ein Plus von 16 Prozent auf 1,4 Milliarden Dollar. Dennoch können wohl nur massive Proteste zu einem Einlenken von Wirtschaftsminister Mitterlehner und der Regierungsspitze führen.

Denn: Alle Staaten der EU sind auf die Milliarden- Einnahmen aus dem Spritpreisgeschäft angewiesen. Allein die Mineralölsteuer bescherte etwa Österreichs Fiskus 2011 knapp 4,3 Milliarden Euro. Allerdings könnte die EU selbst bald eingreifen müssen. Denn:Der Wirtschaftsaufschwung ist angesichts der horrenden Spritpreise in Gefahr.


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