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27.04.2012

"Elsner lügt"

BAWAG-Prozess: Flöttl greift Elsner an

BAWAG-Prozess: Wolfgang Flöttl greift Helmut Elsner an

BAWAG-Prozess: Wolfgang Flöttl (Bild) greift Helmut Elsner an (© APA)

Wolfgang Flöttl hat bei der Neuauflage des BAWAG-Prozesses in Wien Ex-Generaldirektor Helmut Elsner scharf attackiert und ihn der Lüge bezichtigt.

Am dritten Tag des zweiten BAWAG-Prozesses ist heute Wolfgang Flöttl rund drei Stunden lang einvernommen worden. Richter Christian Böhm und Zweitrichter Stefan Erdei fragten bei den sprudelnden Antworten des in New York lebenden früheren Investmentbankers immer wieder genau nach und orteten Widersprüche zu früheren Angaben in seinen Vernehmungen - was den Angeklagten zu noch längeren Ausführungen veranlasste.

Keine Fragen zu BAWAG-Geldern
Richter Böhm versuchte immer wieder, den Angeklagten zu Antworten auf die ihm gestellten Fragen zu bewegen. Flöttl bezichtigte mehrmals den abwesenden Ex-Bankchef Helmut Elsner der Lüge. Fragen ob die BAWAG-Gelder wirklich verspekuliert wurden, was Elsner seit Jahren in Abrede stellt und Flöttl Unterschlagung vorwirft, wurden heute keine gestellt.

Flöttls "Vater-Sohn"-Geschäft
Wolfgang Flöttl ist der Sohn des mittlerweile verstorbenen BAWAG-Generaldirektors Walter Flöttl. Ab 1981 arbeitete er bei der US-Investmentbank Kidder Peabody, 1986 machte er sich mit einer Vermögensverwaltung selbstständig. Schon im Jahr darauf sei die - damals von seinem Vater geführte - BAWAG an ihn herangetreten, weil sie durch seine Geschäfte zusätzliche Renditen erzielen habe wollen, sagte er.

Im Jahr 1994 als diese "Vater-Sohn-Geschäfte" öffentlich wurden, wurden sie unter medialem Druck beendet. Zwei Jahre vorher habe er der Bank Forderungen gegen Russland und Bulgarien abgekauft und im Gegenzug Gelder zur längerfristigen Veranlagung bekommen, da er 1994 alles zurückführen musste sei am Ende "ein großer Verlust" für ihn entstanden, schilderte Flöttl.

Flöttl hat sich "breitschlagen lassen"
Trotz dieser "schlechten Erfahrungen" mit der damaligen Gewerkschaftsbank habe er sich 1995 vom Nachfolger seines Vaters, Helmut Elsner, "breitschlagen" lassen und sei wieder neue Geschäfte mit der BAWAG eingegangen. Konkret veranlagte er Gelder, die ihm die BAWAG zur Verfügung stellte, "in bankübliche Investments", aber nicht in Kredite, weil es "liquide" sein musste.

Durch eine laut Flöttl "ungewöhnliche Entwicklung", einem 20-prozentigen Verlust des Dollar gegenüber dem Yen, hätten diese Investments Anfang Oktober 1998 große Verluste erlitten.

Er hatte nämlich alle Assets der BAWAG damals in Yen finanziert - "mein Fehler", gestand Flöttl heute mehrmals offen ein. Diese Art der Finanzierung sei ihm aber nicht verboten gewesen, daher trage er nur moralisch die Verantwortung für die Verluste. "Meine Firmen wären pleitegegangen ohne neues Geld", gestand Flöttl heute ein. Die BAWAG sei damals sein einziger Kunde gewesen, sein Kapital kam also nur von der BAWAG.

Krisenstrategie nach Verlusten
Elsner flog Anfang Oktober 1998 zu Flöttl nach New York, dabei wurde offenbar eine Krisenstrategie entworfen. Elsner selber war heute nicht anwesend, weil sein Verfahren erst nächsten Mittwoch vor Gericht beginnt. Elsner habe ihn gedrängt, dass er sein Sachvermögen der BAWAG überschreibe, schilderte Flöttl.

BAWAG-Vermögen nur "Schimäre"?
Schon damals will er Elsner eine Liste über die Anschaffungswerte seiner Kunstsammlung übergeben haben. Flöttls Vermögen hätte zur Abdeckung der Verluste dienen sollen, hatte der frühere BAWAG-Aufsichtsratspräsident Günter Weninger zuvor geschildert, doch Flöttl schilderte es anders: Dass sein Vermögen eine Milliarde wert gewesen sei, bezeichnete er als "Schimäre".

Er habe auch niemals gesagt, dass seine Investmentfirma Ross Capital 200 bis 400 Mio. Dollar wert wäre, widersprach er einer Aussage Elsners, die verlesen wurden.

Weiterlesen ... "Das ist eine totale Lüge von Elsner"

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