Management wird ausgetaucht Wirtschaft

Ein Schweizer soll jetzt die AUA retten

Ein Schweizer soll jetzt die AUA retten

(© Reuters)

Austrian Airlines Boeing 737
Die Austrian Airlines fliegen seit Jahren hohe Verluste ein - jetzt setzt die Muttergesellschaft Lufthansa einen ehemaligen Swiss-Top-Manager an die Spitze, berichtet die Financial Times Deutschland (FTD).

Die Lufthansa greift bei ihrer defizitären Tochter Austrian Airlines durch. Unternehmenskreisen zufolge werde der langjährige Vorstand Peter Malanik die Fluggesellschaft verlassen - Heute.at hat berichtet.

Ersetzt werden soll er durch Gaudenz Ambühl, den früheren Flugbetriebsleiter und Chief Operating Officer (COO) der Swiss. Ambühl solle zunächst Geschäftsführer der neuen Flugbetriebsgesellschaft von AUA und Tyrolean und später Vorstand werden, so die "FTD". Der Vertrag von Malanik laufe Ende 2012 aus und soll nicht verlängert werden.

Ambühl gilt als Vertrauter von Lufthansa-Chef Christoph Franz, der mit ihm die Schweizer Tochter saniert. Ambühl hatte bei Swiss ein radikales Kostensenkungsprogramm durchgesetzt. Der Manager ist seit 2010 in Pension, arbeitet aber seit einigen Monaten als Berater von AUA-Chef Jaan Albrecht, so die «FTD».

2011 resultierte bei der AUA ein operatives Minus von 62 Millionen Euro - jetzt soll der Flugbetrieb aus Kostengründen auf die kleineTyrolean ausgelagert werden. Damit erhalten die 600 AUA-Piloten und 1500 Flugbegleiter neue, günstigere Arbeitsverträge. Laut der Wiener Tageszeitung «Standard» zeichnen sich bei der AUA auch auf der zweiten Managementebene Abgänge ab - gehen werde unter anderem Personalchef Richard Piller. AUA und Lufthansa gaben gemäss «FTD» dazu keine Stellungnahme ab.


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