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18.06.2012

Geld Abheben im Urlaub

Bankomatkarte günstiger als Kreditkarte

Kreditkarte

(© Graf)

Wer im Nicht-Euro-Raum mit der Plastikkarte zahlt oder Geld abhebt, muss oft mit hohen Spesen rechnen, zeigt eine Preiserhebung der Arbeiterkammer (AK). Geld abheben mit Kreditkarte ist auch im Inland und im Euro-Raum kostspielig, günstiger ist meist die Bankomatkarte.

Im Nicht-Euro-Raum fallen beim Bezahlen und Beheben in Fremdwährung immer Spesen an. In den Euro-Ländern sind nur bei der Abhebung mit Kreditkarte Spesen zu zahlen. Konsumenten sollten sich bei Kreditkarten nicht nur über die Kartengebühren, sondern auch über anfallende Spesen informieren.

Kostspielige Kreditkarte
Beim Einkauf mit der Kredikarte außerhalb des Euro-Raumes fallen Manipulationsgebühren von 1,5 bis zwei Prozent des eingekauften Betrages an. Das zeigt der AK-Preistest bei vier Kreditkartenfirmen (American Express, Card Complete, Diners Club und PayLife). In den Euro-Ländern sind auch für das Geldabheben mit der Kreditkarte Spesen zu zahlen.

"Bargeld abheben mit der Kreditkarte kommt teuer", warnt AK-Expertin Gabriele Zgubic in einer Aussendung. Im Inland und im Euro-Raum fallen laut AK drei Prozent vom abgehobenen Betrag an, mindestens aber 2,50 bis vier Euro. Wer im Nicht-Euro-Raum abhebt, zahlt zusätzlich zu den Spesen noch eine Manipulationsgebühr.

Bankomatkarten
Günstiger ist im Allgemeinen die Bankomatkarte: Da fällt in Euro-Ländern weder beim Abheben noch beim Einkaufen eine Gebühr an. Außerhalb des Euro-Raumes kostet die Abhebung von Bargeld 0,75 Prozent zuzüglich 1,82 Euro und die Bezahlung mit Karte kostet 0,75 Prozent zuzüglich 1,09 Euro.

Prepaid-Karten
PayLife und Card Complete bieten auch Prepaid-Karten an - die Leistungen und Kosten sind laut AK-Erhebung sehr unterschiedlich. Die Karten müssen mit einem Guthaben aufgeladen werden. Fürs Aufladen werden Spesen bis zu einem Prozent des Ladebetrages verrechnet, wobei es manchmal Mindest-Aufladesummen gibt. Es ist keine oder eine niedrige Kartengebühr zu zahlen. Die Spesen beim Zahlen und Geld abheben im In- und Ausland sind unterschiedlich hoch. Der Vorteil: Nur ein gewisser aufgeladener Betrag ist im Urlaub verfügbar, daher ist die Karte auch gut für Jugendliche geeignet. Nachteilig ist laut AK, dass hohe Kosten beim Aufladen und Verbrauch entstehen. Wenn die Karte länger nicht benutzt wird, liegt das Guthaben unverzinst.

Wechselkurse schwanken
AK-Konsumentenschützerin Zgubic warnt vor dem Kursrisiko beim Zahlen im Ausland: Aufgrund von schwankenden Wechselkursen kann die tatsächliche Belastung von der ursprünglich angenommenen abweichen. Denn die Umrechnung erfolgt zum Kurs des Tages, an dem der Umsatz bei der Kreditkartengesellschaft zur Verrechnung eintrifft und nicht zum Datum des Einkaufes.

Spesen im Vergleich
Folgendes fällt laut AK-Test an Spesen für 100 bzw. 400 Euro an (Kursdifferenzen nicht berücksichtigt):

Abheben mit Bankomatkarte: 2,57 € bzw. 4,82 €
Bezahlen mit Bankomatkarte: 1,84 € bzw. 4,09 €
Abheben mit Kreditkarte: 5 bis 5,50 € bzw. 18 bis 20 €
Bezahlen mit Kreditkarte: 1,50 bis 2 € bzw. 6 bis 8 €

Tipps der AK

  • Verwahren Sie Ihre Plastikkarten sorgfältig. Notieren Sie den Code oder den PIN nicht und geben Sie ihn keinesfalls weiter.
  • In einigen Ländern darf der Händler bei der Bezahlung mit Kreditkarte einen Aufschlag verlangen, etwa Großbritannien, Israel, Dänemark, Schweiz.
  • Wenn Sie in ein Nicht-Euro-Land reisen, informieren Sie sich vor der Reise über die Wechselkurse. Es kann zu Kursschwankungen bei der Abrechnung kommen.
  • Erkundigen Sie sich vor der Reise: Manche Kreditkartenfirmen verrechnen zum Beispiel keine Manipulationsgebühr bei Transaktionen in Schweden in Schwedischen Kronen oder innerhalb der EU bei Transaktionen in Euro.
  • Vermeiden Sie, Bargeld mit der Kreditkarte abzuheben - das ist sehr teuer.
  • Kontrollieren Sie Ihre Monatsabrechnungen: Bei strittigen Umsätzen informieren Sie sofort das Kreditkartenunternehmen - gegebenenfalls erheben Sie schriftlich Einspruch.
  • Karte weg? Veranlassen Sie bei Verlust der Karte sofort die Sperre, und machen Sie eine Anzeige bei der Polizei.


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