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G-20: 361 Mrd. Euro für IWF-Krisenkasse

G-20: 361 Mrd. Euro für IWF-Krisenkasse

G-20-Gipfel in Los Cabos, Mexiko (© Andres Leighton (AP))

Mexico G-20 Summit
G-20-Gipfel in Los Cabos, Mexiko
Der Internationale Währungsfonds (IWF) erhält zur Abwehr globaler Krisen mehr Milliarden als bisher erwartet. Nach der Zusage weiterer Länder werden die Mittel des IWF um insgesamt 456 Milliarden US-Dollar (361 Mrd. Euro) aufgestockt, teilte IWF-Chefin Christine Lagarde am Montag (Ortszeit) am Rande des G-20-Gipfels im mexikanischen Los Cabos mit.

Im Frühjahr waren zunächst zusätzliche bilaterale Kredite von IWF-Mitgliedsländern von insgesamt 430 Milliarden US-Dollar zugesagt worden. Davon schultern die Euro-Länder umgerechnet 150 Milliarden Euro. Die USA lehnen eine Mittelaufstockung bisher strikt ab. Insgesamt erhöht sich damit der Schutzwall des IWF zur Krisenabwehr auf mehr als eine Billion US-Dollar.

+++ 56 Prozent befürchten Aus für Währung +++

Nach Angaben von Lagarde haben zwölf weitere Mitgliedsländer Zusagen gemacht. Damit erhöhe sich die Zahl der Länder, die frische Mittel beitragen, auf insgesamt 37.

Treffen mit Obama abgesagt
Eines der wichtigsten Treffen zur Euro-Schuldenkrise wurde kurzfristig abgesagt: Anders als geplant kamen US-Präsident Barack Obama und die Spitzen der Euro-Zone am späten Montagabend (Ortszeit) nicht wie verabredet zusammen.

Zur Begründung hieß es, es gebe keinen Gesprächsbedarf mehr. An anderer Stelle verlautete, das vorherige Abendessen habe zu lange gedauert. Zwischen den USA und den Europäern gibt es Streit über den richtigen Weg, die Schuldenkrise einzudämmen.

Homepages gehackt
Indes haben Hacker die offiziellen Websites des G-20-Gipfels lahmgelegt. Zu dem Angriff bekannte sich die Gruppe Anonymous Hispano, die damit offenbar gegen die zweitägige Konferenz protestieren wollte. Die vom mexikanischen Außenministerium betriebenen Seiten www.g20.org und www.g20mexico.org fielen am Montag stundenlang aus.

In Tweets der Gruppe hieß es über die G-20: "Sie sind in hohem Masse verantwortlich für die Armut in der Welt." In einem Blog-Eintrag wurden die hohen Kosten solcher Gipfeltreffen beklagt. Mehrere mit Anonymous in Verbindung stehende Gruppe legten zudem die Websites der Regierungen Brasiliens, Russlands und anderer Länder lahm.

(APA/ red)


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