Medienwirbel Wirtschaft

OeNB-Chef Nowotny und der "Nazi-Vergleich"

Klar ist: Geht’s den Menschen wirtschaftlich schlecht, ebnet das radikalem Gedankengut den Weg. Dass Österreichs Nationalbank-Gouverneur Ewald Nowotny zuletzt indirekt Parallelen zwischen harten Sparvorgaben für Euro-Krisenländer und dem Aufstieg der Nazis zog, sorgt jedoch vor allem in Deutschland für Ärger.

Man dürfe keinesfalls "nur engstirnig sparen". Der in den 1920er-Jahren begonnene Sparkurs habe Massenarbeitslosigkeit, den Zusammenbruch der Demokratie und die Machtübernahme durch die Nazis zur Folge gehabt. Diese Aussage von Ewald Nowotny bei einer Konferenz in Wien sorgt für Ärger. "Irrer Nazi-Vergleich" und "Ösi-Banker schockt mit Nazi-Vergleich – immer schärfere Kritik an Merkels hartem Euro-Sparkurs", griff etwa die deutsche Online-Bild tief in die Emotionskiste.

Dabei hatte zuletzt auch der US-Ökonom Nouriel Roubini mit einem ähnlichen Vergleich aufhorchen lassen. In einer ersten Reaktion wehrte sich Ewald Nowotny vor allem dagegen, "in einen Gegensatz zur Position" von Bundeskanzlerin Merkel gebracht zu werden.


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