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06.07.2012

Ferialjobs

Dumping? Post zahlt für 40 Stunden Arbeit 800 €

POST BRIEFTRÄGER

"Umgerechnet bedeutet das einen Brutto-Stundenlohn von 4,74 Euro", rechnet die SPÖ vor (© APA)

Um die schwach dotierten Ferialjobs bei der Post, namentlich als Ersatz-Briefträger in den Sommermonaten, ist ein hochsommerliches Hickhack entbrannt. Der Stein des Anstoßes: Für 40 Stunden Arbeit werden rund 800 Euro Bezahlung geboten. Die SPÖ spricht von "Lohndumping".

Thematisiert wurden die Gagen von "Briefzustellungsersatzkräften" am Freitag vom SPÖ-Abgeordneten Franz Riepl, der der Post Lohndumping vorhält. Ein heute geschaltetes Inserat weise bei einer 40-Stunden-Woche eine Entlohnung von 821,20 Euro brutto für Briefzustellungsersatzkräfte aus. "Das ist eines österreichischen Paradeunternehmens unwürdig", befand Riepl. "Umgerechnet bedeutet das einen Brutto-Stundenlohn von 4,74 Euro." Inakzeptabel wenig, so Riepl, der dazu eine Anfrage an Finanzministerin Maria Fekter richtete.

Post: "Andere Unternehmen zahlen noch weniger"
Der Politiker forderte auch Post-Chef Georg Pölzl auf, "bei dieser Hitze auch nur eine Stunde die Tätigkeit eines Briefzustellers zu verrichten. Und dann soll er mir erklären, dass dieses Gehalt im Vergleich zu seinem eigenen angemessen ist".

Die Post AG konterte am Nachmittag: Lohndumpingvorwürfe wurden zurückgewiesen. Die Post bezahle Urlaubsersatzkräften zwischen 821,20 bis 872,07 Euro (plus eventueller Zulagen) pro Monat. "Vergleichbare Unternehmen in Österreich, auch etliche die an der Wiener Börse notieren, bezahlen weniger", hieß es.

Das Unternehmen verwies außerdem auf die Arbeiterkammer (AK), die als Richtwert für die Entlohnung für Ferialjobs eine Bandbreite zwischen 700 und 1.000 Euro angebe. Damit liege die Post im guten Mittelfeld, hieß es in der Reaktion.

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2 Kommentare von unseren Lesern

0

Fragas (23)
07.07.2012 08:11

Lohndumping gibt es überall
z.B. im Wifi, seit 10 Jahren die gleichen "Gehälter" für Trainer ohne Indexausgleich, ohne Versicherung wenn man zur Arbeit und Heimfährt.lt. Aussage des Leiters ist das "Privatsache" da es nicht im Werksvertrag drinnen ist (den das Wifi diktiert) Dafür soll man noch Ausbildungen zusätzlich machen, die dem Wifi zugute kommen (Punkteerhöhung beim AMS) aber bezahlt wird dieses Zeit und Fahrtkosten natürlich nicht. Ebenso weinig das man Material udn Geräte zur Ausbildung von Zuhause mitnimmt, weil Wifi zwar Ausbildung (Lehrlinge) da anbietet, aber weder Material noch entsprechende Geräte hat. Aber das ist ja dann alles freiwillig, heisst es dann. Geht es der Wirtschaft gut, gehts Allen gut, hieß es da doch mal ? Und moniert man das Obige mal, wird man als Aufwiegler bezeichnet und gerne "auf eigenen Wunsch entfernt".

2

Thommas (9)
06.07.2012 21:08

Lohndumping
Es geht nicht nur um Ferialjobs, tatsächlich wird überall weniger bezahlt dank offene Grenzen und billige Arbeitskräfte aus Ost Nachbarländer !! Danke EU !!!

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