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06.07.2012

Sparvorgaben vorerst gescheitert

Griechen wollen Euro und mehr sparen

Antonis Samaras, Griechenlands neuer Premier will stärker sparen

Antonis Samaras, Griechenlands neuer Premier will stärker sparen (© ANA-MPA)

Die griechische Regierung räumt offen ein Scheitern der Sparvorgaben ein. Die im Haushaltsprogramm vorgesehenen Ziele seien verfehlt worden, sagte Ministerpräsident Antonis Samaras am Freitag. Trotzdem wollen die Griechen den Euro behalten. Das geht aber nur, wenn man ihnen Zeit zum Sparen lässt.

Wichtigste Aufgabe der neuen Führung sei es, die Rezession zu überwinden, die Griechenland fest im Griff hat und die Arbeitslosigkeit in die Höhe treibt. Die von den internationalen Geldgebern geforderten Privatisierungen hätten Priorität, sagte der konservative Politiker. Allerdings könnten diese nicht umgesetzt werden, solange ausländische Politiker über einen Euro-Austritt seines Landes spekulierten. Am Sonntag stellt sich die Regierung einer ersten Vertrauensabstimmung.

+++ Nationalrat sagt "Ja" zu Euro-Rettungsschirm +++

Samaras erklärte, seine Regierung wolle die mit den Geldgebern vereinbarten Ziele nicht neu verhandeln, aber alles, was das Land davon abhalte, die Vorgaben zu erreichen. Unter dem Eindruck des immensen innenpolitischen Drucks dringt die Koalition seit längerem auf Lockerungen am Programm.

Griechenland droht binnen Wochen die Zahlungsunfähigkeit, wenn es sich nicht die nächste 31,5 Milliarden Euro schwere Tranche der internationalen Hilfsgelder sichern kann.

Lasst die Griechen in Ruhe sparen
Antonis Samaras hat verstärkte Sparanstrengungen zugesichert. In einer Regierungserklärung vor dem Parlament in Athen kündigte er am Freitag an, seine Regierung werde bis zum Jahresende "dutzende" öffentliche Einrichtungen schließen oder zusammenlegen, um so das Staatsdefizit zu senken. Zugleich kündigte Samaras an, deutlich mehr Staatsunternehmen privatisieren zu wollen, als bisher zugesagt. Ziel sei die "Wiederbelebung des Landes".

Griechenland hatte sich im Gegenzug für internationale Finanzhilfen zu umfangreichen Reformen und Sparmaßnahmen verpflichtet. Die Konditionen des Rettungsplans will die Regierung von Samaras nun neu verhandeln. In seiner Regierungserklärung kündigte er an, die Gläubiger des Landes um zwei Jahre mehr Zeit für die Umsetzung der Maßnahmen zu bitten.

APA/red.

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2 Kommentare von unseren Lesern

0

ligantus (289)
07.07.2012 09:39

Die wären blöd, wenn sie sparen würden!
Mit dem ESM werden die von uns alimentiert - bis wir selber pleite sind! Aber dann ist sicher der ESM und nicht unsere Regierung schuld!

0

charlinchen (93)
06.07.2012 20:11

Nicht vertrauenswürdig!!!!!!!!!!!!!
So leid einem die Griechen auch tun, sie sind einfach nicht mehr glaubwürdig,nicht vertrauenswürdig und somit es nicht wert das man noch mehr Geld investiert, das unseren Pensionisten u.Kleinverdienern weggenommen wird.


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