Handy plus 32,5 Prozent Wirtschaft

Das Leben ist wieder teurer geworden

Das Leben ist wieder teurer geworden

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Wer in Österreich Nahrungsmittel einkauft oder Dienstleistungen und Treibstoffe bezieht, muss im Juni im Vergleich zum selben Monat im Jahr davor um 2,8 Prozentmehr zahlen. Im Mai waren es 3,3 Prozent gewesen.

Beim Hauptpreistreiber "Wohnung, Wasser und Energie" mit der Durchschnittsteuerung von 3,2 Prozent wurden vor allem die Mieten teurer - um 5,0 Prozent. Auch die Instandhaltung (plus 2,9 Prozent) und die Haushaltsenergie (plus 2,2 Prozent) wurden teurer. Heizöl und Gas stiegen im Preis jeweils um 3,9 Prozent, Strom wurde um 0,3 Prozent billiger.

"Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke" verteuerten sich im Schnitt um 3,0 Prozent, wofür die Preissteigerung bei Nahrungsmitteln mit einem Plus von 2,6 Prozent überwiegend verantwortlich war. Fleisch und Fleischwaren wurden um 4,7 Prozent, Brot und Getreideerzeugnisse um 3,8 Prozent, Molkereiprodukte und Eier um 2,7 Prozent und Gemüse um 1,2 Prozent teurer, was durch die Verbilligung von Obst mit minus 6,6 Prozent laut Statistik Austria nicht kompensiert werden konnte. Alkoholfreie Getränke kosteten im Schnitt um 5,3 Prozent mehr, Kaffee verteuerte sich nach plus 10,0 Prozent im Mai im Juni erneut um 8,5 Prozent.

Ausschlaggebend für die durchschnittliche Preissteigerung von plus 2,7 Prozent in der Ausgabengruppe "Verschiedene Waren und Dienstleistungen" waren die um 2,2 Prozent höheren Preise für Versicherungsdienstleistungen und der Preissprung von plus 11,1 Prozent für Schmuck und Uhren.

Handy-Grundgebühr drastisch gestiegen
Die "Nachrichtenübermittlung" blieb preisstabil, im Schnitt senkten sich die Preise um minus 0,1 Prozent. Während sich das Handy-Grundentgelt im Schnitt um 32,5 Prozent verteuerte, verbilligte sich das Gesprächsentgelt durchschnittlich um 11,3 Prozent.

Im Vergleich zu Mai erhöhte sich das heimische Preisniveau minimal um 0,1 Prozent. Im Vormonatsvergleich preisdämpfend wirkte sich die Ausgabengruppe Verkehr aus: Im Vormonatsvergleich sanken die Preise im Schnitt um 0,9 Prozent, was die gesamte Inflationsrate um minus 0,14 Prozent drückte. Ausschlaggebend waren die um 3,2 Prozent billigeren Treibstoffpreise. Seit April sind diese überhaupt um 6,2 Prozent günstiger geworden.

Pauschalreisen um 6,6 % teurer
Die größte Preisdynamik im Vergleich zu Mai wies die Gruppe "Freizeit und Kultur" mit im Schnitt um 1,9 Prozent höheren Preisen auf. Saisonbedingt um 6,6 Prozent teurere Pauschalreisen trugen dazu bei.

Der auf europäischer Ebene harmonisierte Verbraucherpreisindex (HVPI) legte im Jahresvergleich ebenso um 2,2 Prozent zu, wie der allgemeine Verbraucherpreisindex (VPI) und blieb damit zum Mai unverändert.

Auch der Preisindex für Pensionistenhaushalte (PIPH) kletterte im Vergleich zum Juni 2011 um 2,2 Prozent in die Höhe und damit im selben Ausmaß wie bereits im April und Mai (revidiert). "Gesundheitspflege" und Sozialschutzdienstleistungen ließen den PIPH gegenüber dem VPI laut Statistik Austria steigen; "Erziehung und Unterricht", Mieten, Treibstoffe schlugen dagegen im PIPH weniger durch als beim VPI.

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