Stolperstein Grippemasken Wirtschaft

Korruptions-Ermittlungen gegen Rauch-Kallat

Alfons Mensdorff-Pouilly (l.) und Maria Rauch-Kallat stopern über neun Millionen Grippemasken

Alfons Mensdorff-Pouilly (l.) und Maria Rauch-Kallat stopern über neun Millionen Grippemasken

Alfons Mensdorff-Pouilly (l.) und Maria Rauch-Kallat stopern über neun Millionen Grippemasken

Alfons Mensdorff-Pouilly (l.) und Maria Rauch-Kallat stopern über neun Millionen Grippemasken

Bis jetzt behauptete Ex-Ministerin Maria Rauch-Kallat, der Ankauf von neun Millionen Grippemasken hätte nichts mit der Tätigkeit ihres Mannes Mensdorff-Pouilly als Lobbyist zu tun. Doch jetzt beginnt die Korruptionsstaatsanwaltschaft wegen Untreue zu ermitteln. Schlechte Aussichten für die Ex-Ministerin.

Wie der Sprecher der Behörde am Dienstag mitteilte, wurde das Bundesamt für Korruptionsbekämpfung (BAK) mit Erhebungen beauftragt. Ermittelt wird unter anderem gegen die damalige Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat  (V) wegen des Verdachts der Untreue sowie gegen ihren Ehemann Alfons Mensdorff-Pouilly, einen ehemaligen Kabinettmitarbeiter der Ministerin sowie gegen unbekannte Täter.

Geprüft wird laut Korruptionsstaatsanwaltschaft im Wesentlichen die auf Basis eines profil-Artikels entstandene Verdachtslage. Demnach soll Mensdorff-Pouilly im Jahr 2006 Zahlungen von der Firma Dräger Austria erhalten haben, die auch beim Grippenmasken-Deal des Ministeriums zum Zug kam. Rauch-Kallat behauptete, dass zwischen die Zahlungen mit dem Grippenmasken-Auftrag nichts zu tun hätten. Sie verklagte profil wegen der Behauptung.

Laut Korruptionsstaatsanwaltschaft wurde das BAK nun mit Erhebungen beauftragt. Nachgegangen wird neben dem Untreueverdacht gegen Rauch-Kallat auch dem Verdacht der "Bestimmung (Anstiftung, Anm.) zur Untreue" sowie der "Verbotenen Intervention" gegen Mensdorff-Pouilly und dem Verdacht zur Beitragstäterschaft zur Untreue gegen einen ehemaligen Kabinettsmitarbeiter Rauch-Kallats. Ebenfalls ermittelt wird gegen unbekannte Täter  (gemeint sind Vertreter der Firma Dräger, Anm.) wegen Bestimmung zur verbotenen Intervention. Für alle genannten gilt die Unschuldsvermutung.

APA/red.


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