"Selbsthilfe" wegen Pleite Wirtschaft

Griechen drucken sich Euros jetzt selbst

Seit Mittwoch gibt’s für die Pleite-Griechen kein Geld mehr von der Europäischen Zentralbank (EZB). Um die Bankomaten im Land dennoch weiter auffüllen zu können, greift die Notenbank in Athen zu einer "kreativen" Lösung: Sie druckt sich ihr Geld einfach selbst!

Die EZB akzeptiert keine griechischen Staatsanleihen mehr als Sicherheiten für frisches Geld für Athen. Eine nachvollziehbare Entscheidung, wenn man bedenkt, dass Griechenland kurz vor dem Staatsbankrott steht.

+++ Währungsfonds will nicht mehr für die Pleite-Griechen zahlen! +++

Aber die Griechen wären nicht die Griechen, hätten sie nicht ein Schlupfloch gefunden, um ihre Geldinstitute weiter mit Banknoten zu beliefern. Das Schlupfloch nennt sich "Emergency Liquidity Assistance" (ELA).

Dieses Notfallprogramm ermöglicht nationalen Notenbanken, auf eigene Rechnung Kredite an heimische Banken zu vergeben. Oder anders gesagt: eben einfach die Notenpresse anzuwerfen. Von dieser Möglichkeit macht Griechenland fleißig Gebrauch: Im Juni nahmen Griechenlands Banken 62 Milliarden Euro über die umstrittenen ELA-Notkredite auf. Im Mai waren es sogar sagenhafte 124 Milliarden!

Bleibt nur zu hoffen, dass das „griechische Modell“ nicht Schule macht …

Robert Zwickelsdorfer


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