Auf den Zahn gefühlt Wirtschaft

Wiens erste "car2go"-Fahrerin zieht Bilanz

Wiens erste "car2go"-Fahrerin zieht Bilanz

Sabine Eder (38) war die erste Wienerin, die Mitglied wurde (© Denise Auer)

Sabine Eder (38) war die erste Wienerin, die Mitglied wurde
Sabine Eder (38) war die erste Wienerin, die Mitglied wurde
500 "car2go"-Autos stehen derzeit auf Wiens Straßen bereit. Seit Dezember 2011 gibt es das Konzept, bei dem "Smart"-Autos gemietet und irgendwo in der Stadt wieder abgestellt werden können.

+++ Die Zukunft: mobil ohne Auto statt Automobil +++

Via Internet oder App kann das nächstgelege Auto "aufgespürt" werden. Eine Minute kostet 29 Cent - Tanken und Parken inklusive. Sabine Eder (38) war die erste Wienerin, die Mitglied wurde. Heute fragt, welche Erfahrungen sie in den letzten sechs Monaten gemacht hat.
 
Heute: Sie sind seit dem "car2go"-Start Mitglied. Wie oft haben Sie die Autos bisher genützt?
Sabine Ebner: Ich fahre mindestens ein Mal pro Woche mit einem "car2go"-Auto. Vor allem wenn ich einkaufen oder schnell von A nach B kommen muss, ist diese Art von Mietauto optimal. Mein Mann und ich haben vorher ein Auto besessen, mittlerweile nutze ich nur noch "car2go" in Verbindung mit den öffentlichen Verkehrsmitteln.
 
Bietet ein "Smart" genügend Platz für einen Wocheneinkauf?
Für größere Einkäufe reicht der Platz auf alle Fälle. Solange man keine Möbel transportieren möchte, sollte man mit dem Platzangebot auskommen. Für Familienausflüge ist der „Smart“ aber natürlich nicht ausgelegt, da er ja nur ein Zweisitzer ist.
 
Wie ist das Fahrgefühl? Gab es Probleme bei der Umstellung zum Automatikgetriebe?
Anfangs musste ich mich schon sehr daran gewöhnen. Mittlerweile ist der Umstieg auf ein Nicht-Automatik-Auto aber fast schwerer. Es ist halt schon sehr praktisch wenn man nicht Gang schalten muss.
 
Wie ist das Gefühl ein Auto mit anderen Leuten zu teilen? Gibt es da nicht manchmal Probleme?
 Bisher gab es keine gröberen Probleme. Manchmal war das Auto etwas schmutzig, aber das kann man bei "car2go" melden. Wichtig ist eben nur, jedes mal einen Rundgang um das Auto zu machen, um eventuelle Schäden zu entdecken. Nicht, dass man dann selbst dafür verantwortlich gemacht wird. Um die Autowäsche muss man sich auch nicht kümmern, das wird in der Zentrale von den Mitarbeitern erledigt.
 
Hatten Sie schon einmal technische Probleme?
In den ganzen sechs Monaten nur ein Mal. Das Auto erkannte meine Mitgliedskarte nicht. Ich habe in der Zentrale angerufen, das Service-Team war sehr kompetent und das Problem binnen zwei Minuten gelöst.
 
Welche Verbesserungsvorschläge hätten Sie für "car2go"?
Ich habe eigentlich nur gute Erfahrungen gemacht. Manchmal kann es passieren, dass man ein paar Straßen laufen muss, um zu einem Mietauto zu kommen Viele stehen im 22. Bezirk herum, aber vor allem im zweiten Bezirk ist es schon einmal passiert, dass alle weg waren. Es wäre eine Möglichkeit mehr Fahrzeuge für den zweiten Bezirk anzuschaffen. Außerdem wären Viersitzer noch das Tüpfelchen auf dem i. Da ich selbst Mutter von zwei Kindern bin, bringt mir ein Auto mit zwei Sitzen nicht viel, wenn ich mit den Kids wo hin fahren möchte.
 
Glauben Sie, dass diese Art von Car-Sharing Zukunft hat?
Auf jeden Fall. Die Konkurrenz schläft aber nicht. Ich denke, dass es künftig immer mehr Anbieter geben wird. Mir ist auch aufgefallen, dass die Leute solche Möglichkeiten immer mehr nutzen.

Sandra Wögerer


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3 Kommentare
leech Routinier (11)

Antworten Link Melden 0 am 20.09.2012 09:48

hauptsache die eigene karre steht irgendwo rum und blockiert platz für sinnvolleres.
und die eigene Spardose kann ja nicht schlecht sein.
Die muss verteidigt werden....

Mal im ernst.
Wer in Wien wohnt für den ist Car2go in verbindung mit den Öffis das ultimative Angebot.
Auch wenn ich viel unterwegs bin komm ich nicht über 50€ im Monat.
(Das schafft die eigene Spardose niemals und wenn doch dann is sie sowieso unnütz)

Und vor allem, zuerst mal ausprobiern und dann ein urteil bilden.
Immer die ewig gestrigen Neinsager...

ursel Routinier (61)

Antworten Link Melden 0 am 03.08.2012 13:03

Die Miete ist viel zu teuer und wer glaubt, dass jemand deswegen sein Auto verkauft - oder eine Anschaffung eines Auto aufschiebt der irrt gewaltig.

Ehrlich - lassen Sie ihr Privatauto stehen und "mieten" sich eines für 29 Cent pro Minute.

Niemand.

Nicht umsonst sieht man die Autos im 22. Bezirk lange herumstehen - ohne, dass sie jemand benutzt.

In der Statistik wird natürlich darüber geschwiegen - es "muss" doch ein Erfolg sein.

harleybear Routinier (64)

Antworten Link Melden 0 am 31.07.2012 22:01

1 minute 29 cent und zig strassen laufen um so ein vehikel zu finden nein danke

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