Inspektion beendet Wirtschaft

Troika zufrieden mit Gesprächen in Athen

Troika zufrieden mit Gesprächen in Athen

Poul Thomsen (Mitte) vom IWF ist mit den Ergebnissen der Gespräche zufrieden (© Yorgos Karahalis / Reuters)

Poul Thomsen
Poul Thomsen (Mitte) vom IWF ist mit den Ergebnissen der Gespräche zufrieden
Die aus Internationalem Währungsfonds (IWF), Europäischer Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) bestehende Troika hat ihre Inspektion in Griechenland beendet. Der IWF ist mit den Forschritten bei den Verhandlungen mit dem Pleite-Land zufrieden. Nun müssen die Griechen die mit der Troika vereinbarten Punkte auch umsetzen, um grünes Licht für eine weitere Hilfstranche zu bekommen.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat sich zufrieden mit den Ergebnissen der jüngsten Verhandlungen der internationalen Gläubiger mit Griechenland gezeigt. "Wir haben gute Fortschritte erzielt", sagte IWF-Vertreter Poul Thomsen am Sonntag in Athen nach Gesprächen der Troika mit dem griechischen Finanzminister Yannis Stournaras und Arbeitsminister Giannis Vroutsis.

Die Troika aus IWF, EU-Kommission und Europäischer Zentralbank (EZB) werde Anfang September wiederkommen. Die Vertreter hatten sich zwei Wochen lang zur Prüfung der griechischen Sparbemühungen im Land aufgehalten.

Kann die Staatspleite abgewendet werden?
Die zugesagten Einsparungen in Höhe von 11,5 Mrd. Euro sind Voraussetzung für die Freigabe einer weiteren Hilfstranche von 31,5 Mrd. Euro im September. Die Details sollen der griechischen Bevölkerung Anfang September präsentiert werden. Die Zeitung To Vima berichtete von "schockierenden Kürzungen".

Das neue Sparprogramm sieht nach übereinstimmenden Informationen griechischer Medien eine weitere Verschlankung des Staates und erhebliche Einschnitte vor. Vorgesehen sind unter anderem Kürzungen bei den Gehältern der Staatsbediensteten und Angestellten staatlicher Unternehmen (2 Mrd. Euro) sowie Kürzungen bei Renten (2,6 Mrd. Euro) und Einsparungen bei Verteidigung sowie Bildung.

Dringend benötigte Finanzspritze
Ohne das neue Geld aus dem zweiten Hilfsprogramm droht Griechenland die Staatspleite. Durch die Wahlen im Mai und Juni hatte sich die Zusage der geforderten Kürzungen wiederholt verzögert.

Wie aus dem Finanzministerium in Athen verlautete, war die Stimmung bei den Gesprächen "gut". Die griechische Regierung muss nun in den kommenden Tagen Details zu den von der Troika geforderten Maßnahmen erarbeiten und den Vertretern bis Ende kommender Woche einen entsprechenden Bericht schicken. Für Montag und Dienstag ist ein Treffen von Ministerpräsident Antonis Samaras mit seinen Koalitionspartnern vorgesehen.

Kommende Wochen "entscheidend für das Überleben"
Stournaras zufolge sind die kommenden Wochen "entscheidend für das Überleben des Landes". Zwar hätten die Griechen schon "große Opfer" gebracht, sagte er der Zeitung "Ethnos".  Wenn die zugesagten neuen Kürzungen nicht umgesetzt würden, drohten dem Land aber der Bankrott und der Austritt aus der Eurozone.

Die erneuten Kürzungen sind in der Bevölkerung heftig umstritten. Das Land leidet das fünfte Jahr in Folge unter einer Rezession und unter einer anhaltend hohen Arbeitslosigkeit.

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1 Kommentar
christian1965 Veteran (642)

Antworten Link Melden 0 am 06.08.2012 08:22

das war sie bei den letzten besuchen und überprüfungen auch immer, bis in ein paar wochen die griechen wieder geld verlangt haben und man dann rein zufällig natürlich bemerkte, dass sie die vorgaben wieder nicht einhielten und sie noch mehr geld brauchten. alles ein ausgemachter schwindel. die griechen sind pleite und dem schlechten geld gutes hinterherzuwerfen ist schlicht und einfach nur dumm!!!!!

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