"Maximal einige Groschen" Wirtschaft

Heimkinder mussten für Swarovski schuften

Heimkinder mussten für Swarovski schuften

Schwere Vorwürfe werden gegen Swarovski erhoben (© Emociena)

Schwere Vorwürfe werden gegen Swarovski erhoben
Schwere Vorwürfe werden gegen Swarovski erhoben
Der Kristallkonzern Swarovski soll laut einem Bericht des Kurier in der berüchtigten Tiroler Landeserziehungsanstalt St. Martin in Schwaz Kristallbänder anfertigen haben lassen.

Als Arbeitskräfte habe man Ende der 1960er Jahre Zöglinge eingesetzt, die "maximal einige Groschen" dafür erhalten haben sollen, wie ein ehemaliges Heimkind berichtete. Nach Angaben von Swarovski habe man, so der "Kurier", noch keinen Anhaltspunkt für die Produktionsstätte gefunden.

15- bis 18-jährige Mädchen seien täglich rund zehn Stunden für Swarovski im unfreiwilligen Arbeitseinsatz gestanden. Laut einer weiteren ehemaligen Heimbewohnerin sollen es rund 20 bis 25 Mädchen gewesen sein, die man dazu verpflichtet hätte. "Wenn Swarovski in einem Kinderheim etwas fertigen ließ, dann sicher im guten Glauben, dass das Geld an die Kinder weitergeleitet wird", wurde eine Firmen-Sprecherin zitiert.

Mehrere Betroffene erzählen in der Mittwochsausgabe des Kurier von harter "Akkordarbeit", die sie für Swarovski leisten mussten. "Für die Befestigung der Kristalle auf den Bändern musste man Kraft aufwenden. Viele Mädchen hatten Probleme mit den Handgelenken", schildert etwa Waltraud R., die die Jahre 1967/68 in St. Martin verbringen musste. Das ehemalige Heimkind Hermine Reisinger spricht gar von "Ausbeutung".

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