Kellner & Co mit Existenzängsten Wirtschaft

Tourismus: Aufschrei bei Arbeitnehmern

Tourismus: Aufschrei bei Arbeitnehmern

(© ToerismeVlaanderen)

Kellner mit Quak Bier
Zwar gilt der Tourismus hierzulande als krisensichere Branche. Laut dem aktuellen Arbeitsklimaindex herrscht bei den Beschäftigten im Tourismus aber sehr wohl "Krisenstimmung". Die Zufriedenheit mit dem Job ist seit 2008 im Vergleich zu anderen Branchen drastisch gesunken.

Viele Arbeitnehmer in touristischen Betrieben erlebten derzeit eine Existenzkrise, so Rudolf Kaske, Vorsitzender der Gewerkschaft vida. "Der Erfolg wird nicht gerecht verteilt. Löhne und Gehälter halten mit den steigenden Anforderungen meist nicht Schritt", sagt Kaske. So geben 11 Prozent der Befragten an, dass sie mit ihrem Einkommen ihre Existenz nicht absichern können, 61 Prozent kommen "gerade noch" über die Runden. Das sind deutlich mehr als noch 2007 und deutlich mehr als in anderen Branchen.

Ein Fünftel will weg
In der Wahrnehmung der Beschäftigten haben sich auch die Entwicklungs- und Aufstiegschancen im Tourismus verschlechtert. Die Bindung zur Branche ist damit von ohnehin niedrigem Niveau weiter abgesunken. Fast ein Fünftel der Befragten denkt an einen Berufswechsel. "Einkommenssituation und Arbeitsbedingungen lassen im Tourismus weiterhin zu wünschen übrig", sagt Kaske.

Wenig Wertschätzung
"Obwohl wir jede qualifizierte Kraft brauchen, wird zu wenig getan um gegenüber anderen Branchen konkurrenzfähig zu sein. Immer wieder Thema ist die Anerkennung und die Wertschätzung der Leistung. Da gibt es unveränderten Handlungsbedarf seitens der Arbeitgeber."

Ein maßgeblicher Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen sind für Kaske die jüngsten KV-Abschlüsse. Auf Bundesebene wird der Mindestlohn bis zum Jahresende von 1.205 bzw. 1.208 Euro brutto auf 1.300 Euro erhöht.


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1 Kommentar
kathy2012 Newcomer (3)

Antworten Link Melden 0 am 17.08.2012 15:54

arbeitsbedingungen sind fast überall total schlecht.nur die spitze des eisberges: unbezahlte überstunden oder arbeiten an urlaubstagen, ... alles keine einzelfälle

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