Bildungskarenz Wirtschaft

76 Millionen Euro für Weltreisen statt Schulungen?

Mit 76 Millionen € finanzierte das Arbeitsmarktservice 2011 die Bildungskarenz von 6300 Österreichern. Im heurigen Jahr dürften die Kosten auf beinahe 100 Millionen € ansteigen.

Angesichts dieser Entwicklung fordert Rolf Gleißner, Vize-Chef der Sozialpolitiker in der Wirtschaftskammer, mehr Kontrollen. Denn bisher wird nicht überprüft, was Arbeitnehmer während der bis zu einjährigen Job- Befreiung tun. So besteht der Verdacht, dass zumindest in einigen Fällen das vermeintliche Studium einer Reise zum Opfer fällt.

Gleichzeitig dürften immer mehr wegen der Krise nicht ausgelastete Firmen Mitarbeitern eine "Bildungspause" nahelegen. Das senkt Kosten, da ja in dieser Zeit das AMS ein sogenanntes Weiterbildungsgeld in Höher des Arbeitslosengeldes zahlt. Der Gewerkschaftsbund ÖGB spricht sich dennoch gegen Kontrollen aus. Gleichzeitig wird ein höherer Zuschuss für niedrig Qualifizierte gefordert.


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