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28.08.2012
Jetzt droht Flug-Chaos
Streik bei AUA-Mutter Lufthansa ab Mittwoch
Lufthansa-Maschine bei der Landung in Frankfurt: Ein Streik des Kabinenpersonals steht im Raum (© Reuters)
Zum Ende der Ferienzeit kommt es zu einem Streik bei der Deutschen Lufthansa. Die Flugbegleitergewerkschaft UFO kündigte nach den gescheiterten Tarifverhandlungen mit der Fluggesellschaft am Dienstag in Frankfurt am Main einen unbefristeten Arbeitskampf des Kabinenpersonals an. Bereits ab Mittwoch sind erste Arbeitsniederlegungen möglich.
Genaue Streiktermine wurden aus taktischen Gründen noch nicht genannt. Mittelfristig werde ein unbefristeter Streik vorbereitet. Die Streiks können auch Auswirkungen auf Rückflüge aus Urlaubszielen im Ausland haben, wenn eine bestreikte Maschine aus Deutschland nicht dorthin fliegen kann.
Allein in Österreich sind wöchentlich bis zu 250 Flüge von Lufthansa-Maschinen betroffen.
Wo erfahre ich, ob mein Flug ausfällt? Die Website der Lufthansa informiert unter Ankunft & Abflug, welche Flüge durch Streik ausfallen oder von Verzögerungen betroffen sind.
Mehr Infos:
Die Lufthansa bietet einen 24-Stunden-Service unter der Telefonnummer 01805 - 838 426 (0,14 Euro/Min). Flugplanänderungen, Annullierungen und den aktuellen Flugstatus kann man sich per SMS direkt aufs Handy schicken lassen, wenn man die eigene Handynummer bei der Buchung angeben hat. Eine Registrierung für diesen Service ist auch über das Miles&More-Konto möglich.
Sparmaßnahmen vs. Personal-Forderungen
Europas größte Fluggesellschaft sieht sich wegen des starken Wettbewerbs und anstehender Milliarden-Investitionen zu drastischen Sparmaßnahmen gezwungen. Die Flugbegleiter hingegen hatten neben fünf Prozent höheren Entgelten unter anderem das Ende der Leiharbeit an Bord von Lufthansa-Maschinen verlangt. Sie wollten zudem die Verlagerung von Arbeitsplätzen in die angestrebte Direktflugtochter mit damit verbundenen Einkommenseinbußen verhindern und das bisherige Tarifstufensystem weitgehend beibehalten.
Lufthansa hat bereits den Abbau von 3.500 Stellen in der Verwaltung angekündigt, will in der Kabine aber ohne Kündigungen auskommen. Stattdessen sollen die Tochter germanwings und der europäische Direktverkehr in einer neuen Einheit zusammengefasst werden, in der unter dem Lufthansa-Tarif gezahlt werden soll. UFO befürchtet die Verlagerung von rund 2.000 Arbeitsplätzen.
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