Streit mit Anwälten Wirtschaft

Richter glaubt nicht an Elsners Krankheit

Richter glaubt nicht an Elsners Krankheit

Elsner hatte zuletzt mit Herzrhythmusstörungen das Wiener Wilhelminenspital aufgesucht (© APA)

Elsner mit Hund
Helmut Elsner: Wie krank ist er wirklich?
Der angeklagte Ex-BAWAG-Chef Helmut Elsner war nicht, wie seine Anwälte am Dienstag behaupteten, stationär im Krankenhaus aufgenommen worden. Das macht den für den Prozess zuständigen Richter misstrauisch.

Weil Elsner am Dienstag nach einem angeblichen Angina Pectoris-Anfall wieder nicht vor Gericht erschien, zitiert Richter Christian Böhm seine Anwälte nun täglich zu sich. Am Dienstag hatten sie behauptet, Elsner sei wegen seines Herzanfalls ins Kreis-Krankenhaus Bad Reichenhall aufgenommen worden und konnte daher nicht vor Gericht erscheinen.

Bad Reichenhall
In diesem wunderschönen, luxeriösen Kurmittelhaus erholt sich Elsner
Tagsüber im Spital, nachts im Kurhaus
Am Mittwoch stellte sich heraus, dass Elsner nicht stationär im Spital ist, sondenr nur tagsüber. Die Nächte verbringe er im noblen Kurmittelhaus. Wann Elsner vor Gericht erscheinen könne, wollte Richter Böhm wissen. Dies hänge von den Befunden ab, so die Anwälte.

Richter verärgert
Dass der vor kurzem aufgetretene Herz-Vorfall bei Elsner erst Tage danach abgeklärt worden sei, verärgerte Böhm: "Er war so schwer, dass er vier Tage später erst abgeklärt wurde?" fragte Böhm die Anwälte Elsners nach Erhalt von neuen Unterlagen über gesundheitliche Untersuchungen Elsners. Die Anwälte verwiesen darauf, dass Elsner herzinfarktgefährdet sei und bereits seit zwei Tagen im Spital behandelt werde.

Prozess ohne Elsner ab Mittwoch
Das Verfahren gegen die restlichen sieben Angeklagten, darunter der Spekulant Wolfgang Flöttl, soll erst am kommenden Mittwoch fortgeführt werden. Dann sollen wie auch heute hauptsächlich Aussagen Elsners aus dem ersten BAWAG-Verfahren verlesen werden und die Mitangeklagten zu Stellungnahmen aufgefordert werden. Bei der  relativ kurzen Verhandlung am Mittwoch las Richter Böhm die Aussagen Elsners zu den Geschehnissen im Oktober 1998, als er die anderen mitangeklagten BAWAG-Vorstände über den Totalverlust der BAWAG-Gelder, die vom mitangeklagten Wolfgang Flöttl verspekuliert wurden, informiert hatte. Die Verhandlung schloss Böhm dann knapp vor 10 Uhr.

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2 Kommentare
ursel Routinier (61)

Antworten Link Melden 0 am 06.09.2012 16:00

Liebe Frau Justizministerin - was machen Sie eigentlich den ganzen Tag - kümmern Sie sich darum, dass dieser Herr end´lich vor Gericht erscheint.

Schließen Sie ein Abkommen mit Deutschland - sind immerhin in der EU - falls Sie das nicht wissen.

Es ist eine Schande Frau Justizministerin - so wie Ihre Einsprüche gegen die Fussfesseln von Sexualstraftätern.

Ihr Einspruch wurde einfach abgewiesen.

Kennen Sie nicht IHRE eigenen Gesetze ???

Der_liebe_Augustin Newcomer (9)

Antworten Link Melden 0 am 06.09.2012 13:59

"Die Nächte verbringe er im noblen Kurmittelhaus." - leisten kann er sich's ja. Von der Bawag-Abfertigung werden schon noch ein paar Millionen irgendwo gebunkert sein. Und die Anwälte bzw. die "Gutachter" werden's ja auch nicht gerade umsonst machen.

Hurra ! wir leben in einem rechtsstaat !

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